Frankreichaustausch bereitet Gymnasiasten Freude

Die französischen Gäste, hier zusammen mit ihren deutschen Austauschschülern, wurde von Gemeindebürgermeister Tjark Bartels und der Schulleiterin des GM, Swantje Klapper (stehend, v.r.), am Donnerstag herzlich verabschiedet. (Foto: S. Birkner)

GM: Französische Austauschschüler genossen Deutschlandbesuch

Mellendorf (sb). „Es tut mir Leid, ich spreche leider nur genau drei Worte Französisch: Un, Deux und Baguette“, schmunzelte Gemeindebürger Tjark Bartels bei der Verabschiedung der französischen Austauschschüler des Gymnasiums Mellendorf (GM) zur Belustigung aller. In seiner Rede am vergangenen Donnerstag fügte er jedoch gleich hinzu, dass er es bedaure, die Sprache selbst nicht zu beherrschen. „Wenn ich früher einen französischen Korrespondenten gehabt hätte, hätte das Lernen bestimmt ganz von alleine geklappt“, meinte er und lobte damit das Austauschprogramm des GM.
Seine Rede war der Abschluss einer ereignisreichen Woche für jeweils 40 deutsche und französische Schüler: Nachdem die Mellendorfer Gymnasiasten ihren Aufenthalt in Frankreich bereits im Oktober 2009 absolviert hatten, trafen die ausländischen Gäste am Donnerstag, den 27. Mai in der Wedemark ein. Viel Zeit zum Entspannen blieb ihnen nicht: Wie es sich für ein ordentliches Austauschprogramm gehört, war fast jeder Tag prall mit Aktionen gefüllt. Zwar hatten die jungen Franzosen über das Wochenende Zeit für Ausflüge mit ihren Austauschfamilien, sonst reihte sich aber ein Programmpunkt an den nächsten. Zum Einen verbrachten sie unter sich zwei Tage in Berlin, wo sie insbesondere in den Genuss kultureller Eindrücke kamen und sich mit der deutsch-deutschen Geschichte beschäftigten. In den Händen der Wedemärker besuchten sie den Hannoverschen Zoo und andere Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt.
Für die Organisation des Besuchs zeigten sich auf Seiten des GM die beiden Französischlehrerinnen Reinhild Rieckenberg und Katja Böhm-Hauptmeier verantwortlich. Sie hatten das Programm im Vorfeld auf die Beine gestellt, waren bei jeder Art von Schwierigkeiten zugegen und nahmen selbst die Betreuer der französischen Gruppe auf. „Es ist alles sehr gut gelaufen und die Jugendlichen haben sichtlich Spaß an der Kommunikation“, erklärten die beiden am Rande der tränenreichen Verabschiedung. Einzig die Dauer zwischen den jeweiligen Auslandsbesuchen solle in Zukunft verkürzt werden. „Es lang mehr als ein halbes Jahr zwischen unserem Besuch in Frankreich und dem Kommen der Austauschschüler“, meinte Rieckenberg, „es hat sich herausgestellt, dass diese Zeit für viele zu lang ist“. Deshalb werde die nächste Gruppe deutscher Schüler des GM nicht etwa im Oktober diesen Jahres, sondern erst im nächsten März nach Frankreich reisen, um die Zeit zwischen den Besuchen nicht zu lang werden zu lassen.
Schulleiterin Swantje Klapper bedankte sich ausdrücklich bei allen Familien, die den Austausch durch die Aufnahme von Gastkindern ermöglicht haben, und sprach den beiden deutschen, aber auch den drei französischen Lehrkräften ihre besondere Dankbarkeit aus. Sie erklärte stolz, dass mit dem Frankreichaustausch Jahr für Jahr die Hälfte des neunten Jahrgangs die Möglichkeit habe, an einem Austauschprogramm teilzunehmen. „Neben dem Russland- und dem Englandaustausch ist das Partnerprogramm mit Frankreich inzwischen fest an unserer Schule integriert“, sagte sie.