Frühe Hilfen – Frühe Chancen

Konstanze Beckedorf (links) begrüßt die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung „Wedemärker Netzwerk STARK(T) ins Leben“, Janne Klöpper moderiert den Abend. Foto: B. Stache
 
Konstanze Beckedorf (links) begrüßt die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung „Wedemärker Netzwerk STARK(T) ins Leben“ im Forum Campus W. Foto: B. Stache

„Wedemärker Netzwerk STARK(T) ins Leben“ macht auf sich aufmerksam

Mellendorf (st). Das „Wedemärker Netzwerk STARK(T) ins Leben“ ist im April 2014 im Rahmen des Projektes Frühe Hilfen – Frühe Chancen der Region Hannover in der Wedemark gestartet. Ziel ist es, dass Kinder von Beginn an gesund aufwachsen können, mit bestmöglichen Chancen auf Bildung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dafür müssen Eltern bereits vor der Schwangerschaft die Möglichkeit haben, sich über Themen der Familiengründung, der gesunden Versorgung, Entwicklung und Erziehung von Kindern zu informieren und Antworten auf die vielen Fragen zu erhalten, die der neue Lebensabschnitt aufwirft. Frühe Hilfen – Frühe Chancen nimmt sich all dieser Fragen an und beantwortet sie umfassend. Am Montagabend hatte die Gemeinde in Kooperation mit der Region zur Auftaktveranstaltung des Wedemärker Netzwerks in das Forum Campus W eingeladen. Die Erste Gemeinderätin Konstanze Beckedorf begrüßte die zirka 60 Teilnehmer – Fachkräfte, die mit der Netzwerk-Zielgruppe der Null- bis Sechsjährigen arbeiten, beispielsweise von der Tagespflege oder Kitas, Ärzte, Ergotherapeuten, Beratungsstellen sowie die Jugendhilfe. Janne Klöpper, freiberufliche Moderatorin und Prozessbegleiterin aus Hannover, führte durch den Abend. Zu Beginn hatte sie als Vertreter der Region Hannover Dr. Holger Nieberg vom Fachbereich Jugend und den stellvertretenden Fachbereichsleiter Roland Levin vorgestellt. Seitens der Gemeinde Wedemark nahmen neben Konstanze Beckedorf auch noch Esther Bänsch und Ronja Babek-Fuls vom Team Kinderbetreuung teil. Zur Auftaktveranstaltung konnten die Organisatoren Axel Ramberg, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut vom Institut für Sonderpädagogik der Leibniz Universität Hannover für einen Vortrag über das Thema „Frühe Bindung“ gewinnen. Ramberg betonte dabei die Bedeutung des Aufbaus einer sicheren Bindung zwischen Eltern und Kind. Er stellte dar, welche Chancen sich daraus für die gesamte Entwicklung des Kindes ergeben, aber auch welche Fehlentwicklungen auftreten können, wenn die frühe Interaktion nicht angemessen gestaltet wird. Daraus ableitend ergeben sich Konsequenzen für Fachkräfte, die in frühpädagogischen Einrichtungen wie Kita oder Krippe arbeiten. „Denn auch zu diesen müssen Kinder sichere Bindungen aufbauen, soll es für sie einen guten Start ins Leben geben“, machte der Gastredner deutlich. Nach dem Vortrag tauschten sich die Teilnehmer in vier Workshops aus, um gemeinsam Angebote zum Thema „Eltern-Kind-Bindung“ zu formulieren – als fachlichen Input für die Netzwerk-Lenkungsgruppe. „Die Auftaktveranstaltung war aus Sicht der Gemeinde ein voller Erfolg. Die Teilnehmer haben bei den Workshops nicht nur zahlreiche Ideen und Vorschläge eingebracht, um die frühen Hilfen in der Gemeinde Wedemark noch besser aufzustellen, sondern auch ihre Bereitschaft signalisiert, sich weiterhin einzubringen“, lautete das Fazit der Wedemärker Organisatoren. Wer in der Lenkungsgruppe noch mitarbeiten möchte, kann sich mit Ronja Babek-Fuls vom Familien- und Kinderservicebüro der Gemeinde Wedemark in Verbindung setzen, Telefon (0 51 30) 58 12 93. Zwei Termine wurden am Abend bekannt gegeben: Die Vorbereitungsgruppe „Wedemärker Netzwerk STARK(T) ins Leben“ trifft sich am Montag, 25. Januar 2016, die Lenkungsgruppe am Montag, 22. Februar 2016, jeweils von 15 bis 17 Uhr im Bürgerhaus Bissendorf.