Frühjahrsempfang der SPD Wedemark

Helge Zychlinski (von links), Rüdiger Kauroff, Caren Marks, Cornelia Rundt und Jürgen Benk haben sichtlich Freude beim Frühjahrsempfang der SPD Wedemark im Bürgerhaus in Bissendorf. Foto: B. Stache
 
Caren Marks begrüßt die Gäste zum Frühjahrsempfang der SPD-Wedemark im Bürgerhaus in Bissendorf. Foto: B. Stache

Ehrenamtliche erfahren Wertschätzung durch Caren Marks und Niedersächsische Sozialministerin

Bissendorf (st). Zu ihrem traditionellen Frühjahrsempfang hatten am Freitagabend die SPD Wedemark und die SPD-Ratsfraktion in das Bürgerhaus nach Bissendorf eingeladen. Das Motto des Abends lautete: „Ehrenamt und das soziale Miteinander in unserer Demokratie vor Ort.“ Die Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks, seit 1999 Vorsitzende des mehr als 230 Mitglieder zählenden SPD-Ortsvereins, hieß im Bürgersaal „eine bunte Vielfalt von ehrenamtlichen Aktiven“ herzlich willkommen. „Sie sind heute unsere Hauptgäste, Sie sind der Mittelpunkt des heutigen Abends“, versicherte sie den Ehrenamtlichen aus der Wedemark. Seit 2001 organisiert die Wedemärker SPD diese Empfänge für Ehrenamtliche. Caren Marks begrüßte auch die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Cornelia Rundt als Ehrengast und Festrednerin. In ihre Begrüßung schloss Caren Marks Bürgermeister Helge Zychlinski, den SPD-Landtagskandidaten Rüdiger Kauroff, Jürgen Benk als SPD-Fraktionsvorsitzenden sowie Mitglieder aus Rat und Verwaltung mit ein. „Eine lebendige Demokratie braucht Demokraten“, erklärte die Staatssekretärin in Anlehnung an ein Zitat des deutschen Sozialdemokraten und ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik Friedrich Ebert. „Demokratie lebt davon, dass Menschen mitmachen. Demokratie ist eine Aufgabe für jeden Bürger, jede Bürgerin“, formulierte Caren Marks, die eine Vielzahl von Aktivitäten Ehrenamtlicher aufzählte – beispielsweise in der Freiwilligen Feuerwehr, Sport- und Gesangsvereinen, Kitas und Schulen, Kommunalpolitik oder Flüchtlingsinitiativen. „All diese Aktivitäten stärken ein gutes Zusammenleben hier vor Ort in unserer Gemeinde Wedemark. Und damit stärken sie auch unsere Demokratie“, brachte Caren Marks ihre Wertschätzung für die ehrenamtliche Arbeit zum Ausdruck. Sie schloss ihre Begrüßungsansprache mit einem Zitat des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland Heinz Galinski: „Demokratie kann man keiner Gesellschaft aufzwingen, sie ist auch kein Geschenk, das man ein für alle Mal in Besitz nehmen kann. Sie muss täglich erkämpft und verteidigt werden.“ Die Niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt begann ihre Rede mit einem Kompliment: „Das war eine richtig schöne Atmosphäre, als ich hier reingekommen bin.“ Ihr erster Eindruck sei gewesen, dass sie in eine Gruppe von Menschen komme, die sich untereinander kennen, die miteinander leben und die sich untereinander verstehen. „Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass sich Menschen so offen und freundlich begegnen und so nahe sind.“ Bürgerschaftliches Engagement sei der wichtigste Teil eines demokratischen Gemeinwesens, machte die Ministerin deutlich. Sie lobte die Wedemärker SPD für ihre Idee, Ehrenamtliche aus sehr unterschiedlichen Bereichen zum Frühjahrsempfang einzuladen und ihnen damit Wertschätzung zukommen zu lassen. Unter den Gästen war auch Andrea Nießen, 2. Vorsitzende des Vereins Miteinander Wedemark, der sich um die Integration von Geflüchteten in der Wedemark kümmert. „Ich habe mich sehr über die Einladung zum heutigen Abend gefreut. Man trifft hier viele Menschen, die in verschiedenen Ehrenämtern tätig sind. Das gibt die Möglichkeit, sich auszutauschen und zu vernetzen“, erklärte Andrea Nießen. Sozialministerin Cornelia Rundt erinnerte an das Jahr 2015 mit Aufnahme der vielen Flüchtlinge. Ohne das Engagement der Ehrenamtlichen hätte das Ganze nicht funktioniert, ist sich die Ministerin sicher. Die Geflüchteten werden sich an die erinnern, die sie und ihre Kinder damals mit dem Nötigsten versorgten, wie einem Dach über dem Kopf und warmen Mahlzeiten oder auch Stofftieren. Für die Flüchtlinge seien die ehrenamtlichen Helfer „das erste Gesicht Deutschlands“ gewesen. „Das ist das beste Gesicht, das wir hier zeigen konnten“, bekräftigte Cornelia Rundt, wofür sie spontanen Applaus erhielt. Sie lobte das ehrenamtliche Engagement der Bürger, das es auch in der Wedemark so vielfältig gebe – vom Runden Tisch bis zum Katastrophenschutz. Die Sozialministerin äußerte auch mahnende Worte. So dürfe das Ehrenamt kein Sparmodell für staatliche Organisationen und Aufgaben sein. Ehrenamt brauche auch immer Unterstützung durch Hauptamtliche. Bei ihrem Dank an die Gastrednerin erinnerte Caren Marks daran, dass Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, sieben Jahre länger leben. Für das leibliche Wohl der Gäste hatten SPD-Mitglieder, darunter auch Jusos, Getränke und ein Kaltes Büfett vorbereitet – alles ehrenamtlich. Die IGS-Schülerin Viola Braefke sorgte mit ihrem Klavierspiel für den musikalischen Rahmen beim Frühjahrsempfang der SPD Wedemark.