Frühstück auf dem Friedhof

Der Arbeitskreis Inklusion frühstückte im Café auf dem Stadtfriedhof Hannover-Stöcken und traf dort auch die ehemalige Gemeinderätin Konstanze Beckedorf.

Barrierefreies Café in Hannover war Ziel des Arbeitskreises

Arbeitskreis Inklusion. Anna Blume, das barrierefreie Cafe am Stadtfriedhof Hannover-Stöcken war das Ziel für die Juni-Frühstücksrunde. Möglich wurde diese Fahrt durch die Nutzung eines Busses, der auch Plätze für Rollstuhlfahrer anbietet. In diesem Bus sind standardmäßig 36 Plätze und zwei Plätze für Rollstuhlfahrer. Ist der Bedarf an Rollstuhlplätzen größer, werden drei Standardplätze für einen Rollstuhlplatz getauscht. Die Teilnehmer starteten um 9.20 in Bissendorf und wurden von Konstanze Beckedorf, Sozialdezernentin der Landeshauptstadt Hannover empfangen. Dort warteten bereits das Ehepaar Wolff und Daniel Diedrich von der Freiwilligenagentur. Anna Blume, das inklusive Kulturcafé innerhalb der Friedhofsmauern, hat erst am 1. Mai diesen Jahres den Betrieb aufgenommen. Unter der Leitung von Ute Wrede sind sechs Personen tätig, darunter auch Menschen mit Behinderungen. Das Cafe ist in der ehemaligen „Aufbahrungshalle“ am Haupteingang eingerichtet, ein schönes kleines Kreuzgewölbehäuschen aus dem Jahr 1890. Die ungünstige Akustik im Cafe erschwerte es, die gegebenen Erklärungen und Kurzreden von Gabriele Bartels, Konstanze Beckedorf und Ute Wrede zu verstehen. Diese Tatsache ist bekannt, es wird an einer Verbesserung gearbeitet, damit kulturelle Aktivitäten erfolgreich durchgeführt werden können.
Für die Wedemärker war eine wunderbare Tafel eingedeckt, es gab Frühstücksschnittchen auf Biobroten und diverse Kuchenvariationen. Während alle zugriffen, konnte Konstanze Beckedorf noch einmal von ihrer neuen Aufgabe erzählen. Das Dezernat Soziales (mit Integration) und Sport ist sehr personalintensiv. Sie freut sich über diese Herausforderung, erinnert sich aber auch sehr gern an ihre Arbeit in der Wedemark. Die Behindertenbeauftragte der Stadt Hannover, Andrea Hammann, ließ sich aus familiären Gründen entschuldigen. Einige Mitfahrer nutzen die Zeit bis zur Stadtrundfahrt zu einem Spaziergang auf dem sehr gepflegten parkähnlichen Friedhof und erkundeten auch den See. Gegen 13 Uhr folgte die Stadtrundfahrt mit der erfahrenen Stadtführerin Gertrud Eckhardt. Im Laufe der nächsten zweieinhalb Stunden fuhr die Gruppe durch die Innenstadt und die Randgebiete von Hannover, während sie von Frau Eckhardt in die Geschichte der Häuser, Plätze, herrschaftlichen Anwesen, des neuen Schlosses, der Uni und der Gärten eingeweiht wurde. Einen Zwischenstopp gab es am Rathaus, um etwas über die Geschichte von Hannover zu erfahren. Noch einmal ging es durch die Innenstadt und man merkte in jeder Phase der „führenden Person“ am Mikro die Liebe zu Hannover. Auch Hannover ist – genau wie die Wedemark – eine lebens- und liebenswerte Heimat. Das war ein Inklusionsfrühstück, das den Beteiligten lange in bester Erinnerung bleiben wird. Das Kulturcafé Anna Blume bietet Platz für 60 Personen und ist von 10 bis 18.30 Uhr geöffnet und sehr empfehlenswert anlässlich eines Besuchs durch den großen Park des Stöckener Friedhofs. Sehr zu empfehlen ist ein Blick ins Internet unter: www.anna-blume-hannover.de, rät Gabriele Bartels vom Arbeitskreis Inklusion.