Frühstück für die Frühschwimmer

Die Frühschwimmer freuten sich über die Frühstücksüberraschung von Kathrin und Jana Haselbacher, als sie aus dem Wasser kamen. Foto: A. Wiese

Familie Haselbacher hatte für traditionelle Frühaufsteher eine Überraschung parat

Mellendorf (awi). „Oh, was ist das denn? Ist heute ein besonderer Tag?“, wunderten sich die Frühschwimmer im Spaßbad Mellendorf gestern Morgen. Als die ersten um 6.45 Uhr aus dem Wasser kamen, stand nämlich am Ausgang ein Tisch mit reichlich liebevoll belegten frischen Brötchen sowie Kaffee und auf Wunsch auch Tee bereit. Jana und Kathrin Haselbacher schmunzelten: „Nein, kein besonderer Anlass.“ Einfach eine Überraschung für die engagierten Frühschwimmer, die nicht nur bei so schönem Wetter wie in den letzten Tagen, sondern auch bei Regen und unangenehmen Temperaturen pünktlich um 6.30 Uhr, wenn die Kasse öffnet, auf der Matte stehen und dann kontinuierlich ihre Bahnen ziehen. Jeder hat sein eigenes Trainingsprogramm. Der eine zählt die Bahnen, der andere guckt auf die Uhr. „Ich schaffe leider nur noch 20 Minuten jeden Morgen. Früher war es mindestens eine halbe Stunde“, bedauert Waltraud Ohlig, die demnächst ihren 96. Geburtstag feiert. Weit mehr als 30 Jahre gehört es im Sommer zu ihrem festen Morgenritual, im Freibad Mellendorf, das ganz am Anfang noch gar nicht das Spaßbad unter der Regie der Familie Haselbacher war, gleich früh am Morgen ihre Bahnen zu schwimmen. Den dargebotenen Kaffee – „mit viel Milch“ – nimmt sie gerne an, und auch ein Marmeladenbrötchen dazu. Sport-ringvorsitzender Joachim Brandt hingegem mag es lieber deftig und entscheidet sich für ein mit Tomate und Paprika garniertes Käsebrötchen. Brandt gehört erst seit diesem Sommer zu den Frühschwimmern, ist aber eisern bei der Sache. Langsam füllt sich der Platz am Eingang. Auch Gudrun und Werner Gräfenkämper, Ilse Böhmecke Hanne Fahnemann, die ebenfalls zum harten Kern der Frühschwimmer gehören, freuten sich über das unerwartete, leckere Frühstück.