Fünftes Kinderrechtskunstwerk steht

Schüler der IGS Wedemark Theaterklasse 8.4 lesen zur Einweihung des fünften Kinderrechtskunstwerkes „Durchblick“ zehn Kinderrechte vor. Foto: B. Stache
 
Die Gitarrenspieler Felix Fleischmann (v. r.) und Marius Lürig tragen den Kinderrechtssong „Du hast Recht“ am noch abgedeckten Kunstwerk, dem Stein „Durchblick“, vor. Foto: B. Stache

Stein mit Durchblick wurde in Duden-Rodenbostel eingeweiht

Duden-Rodenbostel (st). Seit Samstag steht auch im kleinsten Ortsteil der Gemeinde Wedemark, in Duden-Rodenbostel, ein Kinderrechtskunstwerk des Projektes „Kinderrechte mal 16“: ein schwerer Stein mit Durchblick. „Mich freut ganz besonders die gute Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft, dem Ortsrat, der Feuerwehr und der Patenschaft der S4 Abteilung des Panzerbataillon 33 aus Luttmersen sowie der Familie Drösemeyer-Hasselbring“, erklärte der Gemeindejugendpfleger Torbjörn Johansen anlässlich der Einweihung des fünften Kinderrechtskunstwerkes. Der Bildhauer Rolf Sextro hat den Stein namens „Durchblick“ gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Theaterklasse 8.4 der IGS Wedemark entworfen. „Die Bohrung erlaubt einen Blick durch den Stein. Somit haben alle, die dort durchschauen, den Durchblick und wissen um die Kinderrechte Bescheid“, erläutert der Bildhauer das Werk. An der Einweihung nahmen neben vielen Dorfbewohnern auch Bürgermeister Tjark Bartels, Ortsbürgermeister Peter Reuter, Bernd Tschirch (Leiter der Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark) sowie Carmen Weiß, Lehrerin der Klasse 8.4 mit einer Schülerabordnung teil. Zu Beginn der Zeremonie am „Goldenen Dreieck“ zwischen Dudenbostel und Rodenbostel lobte der Ortsbürgermeister das bürgerliche Engagement beim Projekt Kinderrechtskunstwerk: „Ich war begeistert, wie toll die Dorfgemeinschaft uns unterstützt hat.“ Peter Reuter dankte Werner Müller vom Kieswerk in Dudenbostel, der den Findlingsstein gestiftet und das Gelände am Aufstellungsort geebnet hat. „Wenn im Dorf etwas gemacht wird, packen wir alle mit an: jeder macht, was er am besten kann“, beschrieb Müller die Stimmung vor Ort. Mit ihrem selbst getexteten und komponierten Lied „Du hast Recht“ trugen Felix Fleischmann und Marius Lürig auf ihren Gitarren den passenden Song zum Projekt „Kinderrechte mal 16“ vor: „Wir müssen appellieren, dass wir die Kinder nicht verlieren“, lautete der Schlussvers. Der IGS-Schüler Felix Oelmann berichtete anschließend, wie die Schulklasse auf die Idee zu dem Kunstwerk „Durchblick“ gekommen ist. Nachdem der Stein enthüllt wurde, lasen die Schüler zehn Kinderrechte vor – vom Recht auf Gleichheit, Gesundheit und Bildung über das Recht auf Schutz vor Gewalt und sexueller Ausbeutung bis hin zum Recht auf elterliche Fürsorge sowie besondere Förderung und Betreuung bei Behinderung. Nach dem Festakt bei klirrender Kälte fanden sich alle Beteiligten am Getränke- und Essensstand ein: es gab heißen Glühwein und alkoholfreien Apfelpunsch, gesponsert von den Familien Meyer und Drösemeyer-Hasselbring, sowie eine Gulaschsuppe. Die Freiwillige Feuerwehr Duden-Rodenbostel hatte mit ihrem TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser) für den Stromanschluss gesorgt und behielt zugleich den lodernden Feuerkorb im Auge. Im kommenden Jahr, wenn die kalte Jahreszeit vorüber ist, werden weitere Kinderrechtskunstwerke aufgestellt, gab Bernd Tschirch bekannt: Ziel von „Kinderrechte mal 16" ist es, in jeder Wedemärker Ortschaft ein solches zu installieren und diese miteinander zu verbinden – Die „Straße der Kinderrechte" in Mellendorf gehört schon jetzt dazu.