Geballte Frauenpower auf Streife

Pkin Nathalie Müller (M.), PHKin Sonja Malik (l.) und Editha Lorberg gingen am Donnerstag gemeinsam auf Streifenfahrt in der Wedemark. Foto: A. Wiese

CDU-Landtagsabgeordnete Editha Lorberg war bei der Spätschicht mit an Bord

Wedemark (awi). Seit knapp zehn Jahren ist Editha Lorberg aus Gailhof Landtagsabgeordnete der CDU für Wedemark und Garbsen und seit dieser Zeit geht sie in regelmäßigen Abständen mit der Polizei in ihrem Wahlkreis auf Streife. So auch am letzten Donnerstag, als sie eine Spätschicht des Mellendorfer Kommissariates mitmachte und die Beamtinnen Sonja Malik und Nathalie Müller bei ihrer Routinearbeit begleitete – geballte Frauenpower also. „Um 13 Uhr war Beginn, dann gab es erstmal ein Vorgespräch mit dem stellvertretenden Kommissariatsleiter Herrn Wenda. Anschließend fuhren wir nach Burgwedel zur zentralen Bild-
annahmestelle, wo Bildmaterial für die Beweissicherung digitalisiert wird“, berichtete Editha Lorberg um 20.30 Uhr bei Schichtende vor der Presse. Weitere Einsätze waren die Ermittlung von Personen, die bei Geschwindigkeitsmessungen erfasst worden waren, ein Fehlalarm in einer Apotheke und Tempomessungen mit der Laser-Pistole. „Das war sehr interessant. Mit der Laser-Pistole hatte ich noch gar nicht zu tun gehabt“, so Lorberg. Zehn Fahrzeuge innerhalb einer Stunde, die am Ortseingang Elze von Meitze kommend zu schnell waren, sind für sie Beleg genug, wie wichtig diese Kontrollen sind. Einbuchtungen sollten die Geschwindigkeit der Autofahrer bereits reduzieren, trotzdem führen viele schneller als 50 km/h. „Dabei sind Tempolimits doch dafür da, auf Gefahrenstellen hinzuweisen“, wunderte sich Lorberg. Als der Streifenwagen später zu einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen Mieter und Vermieter gerufen wurde, konnten die Beamtinnen allerdings nur auf andere zuständige Stellen verweisen. „Da ist die Polizei nun wirklich nicht zuständig“, befand auch die Landtagsabgeordnete. Da diese Spätschicht doch verhältnismäßig ruhig verlief, blieb noch Zeit für eine ausführliche Unterhaltung mit den Beamtinnen und Beamten in der Mellendorfer Wache. Da wurde beispielsweise die Ausbildung von Frauen und Migranten bei der Polizei thematisiert. „Diese internen Informationen sind wichtig für meine politische Arbeit“, sagt Lorberg, die im Innenausschuss des Landtages und im Innenarbeitskreis ihrer Fraktion eingebunden ist. So erhalte sie Anstöße, wo politisch drauf geachtet oder nachgebessert werden müsse. Natürlich war auch der „eiserne Schutzmann“ vor der Tür der Mellendorfer Wache (das ECHO berichtete über die externe Notrufsprechstelle) Gesprächsthema. „Die Einrichtung dient ausschließlich der Erhöhung der Sicherheit, Veränderungen der Personalstärken sind in keiner Weise geplant. Trotzdem verstehe ich die gewisse Unruhe in der Bevölkerung im ersten Moment. Aber sie ist unöitg“, versichete Lorberg.