Gedenken an die Opfer

Auf dem Weg zur Kriegsgräberstätte mit dem Gedenkkranz. (Foto: V. Lubbe)

Gedenkmarsch der Jusos in Bissendorf am Antikriegstag

Bissendorf (vl). „Warum gibt es überhaupt Krieg?” Mit dieser Frage beschäftigte sich Niklas Mühleis, von den Jusos in seiner Eröffnungsrede auf dem Bürgerhausplatz in Bissendorf. Trotz des Regens kamen viele Menschen zusammen, um den Opfern des 2.Weltkrieges zu gedenken. „Krieg ist das Interesse einzelner, das auf dem Rücken vieler ausgetragen wird.” , so Mühleis weiter. Er stellte dar, dass viele Menschen durch verblendende Ideologien ihren Mut verlieren, hinter die Kulissen zu schauen. Auf die Frage, warum es überhaupt Krieg gebe, erklärte er, dass es viele Gründe gebe, aber keine konkrete Antwort. Hauptsächlich will man dadurch an Macht gewinnen oder seine wirtschaftlichen Interessen verwirklichen. Daraufhin schloss Mühleis ab: “Deswegen lasst uns heute ein Zeichen setzen, ein Zeichen gegen den Krieg. Und auch nicht nur heute, sondern an jedem Tag.” Es folgte ein Gedenkmarsch zur Kriegsgräberstätte in Bissendorf, wo auch Bürgermeister Tjark Bartels das Wort ergriff: “Frieden ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit für uns, dabei ist es erst zwei Generationen her, dass der Krieg herrschte.” Zuletzt zitierte Benedict Kretzmeyer zwei Textpassagen aus dem Roman “Im Westen Nichts Neues” von Erich Maria Remarque, um den Schrecken noch einmal vor Augen zu führen. Über alles konnte nun in der Schweigeminute reflektiert werden. Abschließend wurde ein Kranz an das Grab der Opfer gelegt.