Geflügel und Gemüse auf dem Markt

Stephan Schönhoff liebt den Marktbetrieb in Bissendorf und freut sich über die gute Resonanz.

Familie Schönhoff setzt auf transparente Haltung von Hähnchen, Enten und Gänsen

Bissendorf. Einen hohen Bekanntheitsgrad als Direktvermarkter in der Wedemark hat die Familie Schönhoff aus Hellendorf. Sie beschickt seit Jahren Märkte in Hannover und Umgebung, verkauft eigene Erzeugnisse in ihrem Hofladen, veranstaltet jährlich ein eigenes Hoffest und bietet Quarkkartoffeln und Zuckermais bei Veranstaltungen wie dem verkaufsoffenen Sonntag in Mellendorf an. Schönhoff gehört auf den Wedemärker Landmarkt, waren sich die Marktbesucher von Anfang an einig und nahmen den Verkaufswagen gut an, hinter dem entweder Martin Schönhoff selbst oder sein Vater Stephan stehen. Gemüse, Eier, selbstgekochte Marmelade und Eierlikör, vor allem aber frisches Geflügel gibt es am Marktstand der Familie Schönhoff, die in Hellendorf zwei Hofstellen bewirtschaftet. Die eine an der Sommerbosteler Straße ist bereits seit dem 18. Jahrhundert in Familienbesitz mütterlicherseits. Hier hält Martin Schönhof den Großteil der Hühner, Enten und Gänse, insbesonderen die rund 1.000 Legehennen. Auf der anderen Hofstelle an der Meitzer Straße 33 befindet sich der Hofladen, werden die Produkte vorbereitet, das Hoffest gefeiert und die Hähnchen gehalten. Das Gemüse und frische Blumen zieht Familie Schönhoff auf dem Grundstück an der Meitzer Straße, das die beiden Hoffstellen quasi verbindet. Die frischen Eier werden vor allem für den Hofladen und die Märkte produziert. Und bei den Legehennen fallen dann auch manchmal Suppenhühner an. Schwerpunkt sei aber die Hähnchenproduktion, betont Martin Schönhoff. Die Tiere dieser speziellen Mastrasse werden in einem Alter zwischen sechs und zwölf Wochen und einem Gewicht zwischen 1,5 und 3,5 Kilogramm ganzjährig auf dem Hof geschlachtet. „Es ist die Transparenz in unserem Betrieb, die die Kunden überzeugt. Und natürlich überwacht das Veterinäramt die tierschutzrechtlichen und Hygienebestimmungen genauestens“, sagt Martin Schönhoff. Die Tiere werden im geräumigen Strohstall gehalten, nur wenige Meter weiter geschlachtet, gerupft und ausgenommen. Schlachttag ist jeden Mittwoch. Von Donnerstag bis Sonnabend wird das frisch geschlachtete Geflügel auf den Märkten und im Hofladen angeboten. Was dann nicht verkauft ist, wird eingefroren und aus der Truhe heraus verkauft. Während die Hähnchen im Strohstall laufen, kommen die Enten und Gänse von der Weide. Die Enten haben von September bis März Saison, die weiblichen Flugenten sind etwa zwei Kilogramm schwer, die Erpel drei bis vier Kilogramm. Die Gänse sind ab Anfang November schlachtreif. Wer zum Martinstag oder zu Weihnachten Gänsebraten essen möchte, sollte jedoch sicherheitshalber unter Telefon 16 89 vorbestellen, rät Martin Schönhoff. An eigenen Produkten hat er Zuckermais, Kartoffeln der Sorten Leila, Laura und Sissi sowie Saisongemüse wie Steckrüben, Rote Beete, Grünkohl, Rosenkohl, Weißkohl, Rotkohl und Kürbis dabei. Vom Partnerbetrieb Frankenfeld in Ronneberg bezieht Schönhoff zudem einmal die Woche Broccoli, Möhren, Blumenkohl, Porree, Sellerie und Kräuter. Äpfel bringt er aus dem eigenen Garten, aber auch vom Obsthof Hahne in Gleidingen mit auf den Markt, dessen vielversprechender Beginn ihn freut. Aber ein bisschen Skepsis ist typisch für den bodenständigen Landwirt: „Mal sehen, wie es in der schwierigen Zeit zwischen Januar und März läuft. Das ist dann entscheidend.“