Gehölzschnitt im Ereigniswald I

Gärtner Klaus Stannek (Zweiter von rechts vorne) von Florus erklärt seinen Vereinskameraden vom Verschönerungsverein die Grundprinzipien des Baumschnitts. Rainer Finkendey (Vierter von links vorne) – hier neben der zweiten Vorsitzenden Dr. Anja Löbbeke (Dritte von links vorne) – begrüßte die Anwesenden. Foto: N. Mandel

Mitglieder des Verschönerungsvereins lassen sich in Sachen Baumschnitt schulen

Bissendorf (nm). Am letzten Samstag legten die Mitglieder des Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf e.V. (VNV) Hand an ihre im Ereigniswald I gepflanzten Bäume. Mittlerweile haben die engagierten Bissendorfer circa 170 Bäume, meist zu speziellen familiären Anlässen, auf der Fläche des Ereigniswalds I am Isernhägener Damm gepflanzt. Heidemarie Heinzelmann, die Ideengeberin für dieses Format, hatte sich seinerzeit noch dafür eingesetzt, das Projekt auf der von Familie Döpke zur Verfügung gestellten Fläche mit einem eigenständigen Verein zu begleiten. Schließlich schloss man sich als Sparte dem VNV an. Unter dessen Dach existiert das Projekt nun seit über einem Jahrzehnt, fachkundige Unterstützung gab es begleitend von Baumschulen Schmidt aus Mellendorf.
Klaus Stannek, Inhaber der Gärtnerei „Florus“ in Isernhagen – selbst Mitglied im Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf - stellte nun am letzten Wochenende seine Kenntnisse im Erziehungs- und Erhaltungsschnitt der Gehölze zur Verfügung. „Ich habe selbst vor einigen Jahren mit meiner Frau zusammen zwei Bäume für unsere Töchter hier gepflanzt – beim letzten Besuch stellte ich fest, dass sie dringend Pflege brauchen“, so Stannek, der tatkräftig mit Azubi Alex Struckmann angereist war, um den rund dreißig trotz kalten Wetters angereisten Baumbesitzern Tipps und Tricks zu Pflege und Baumschnitt zu zeigen. Selbst mitgebracht hatten die Teilnehmer, ebenfalls größtenteils Mitglieder im Verschönerungsverein ihr Werkzeug in allen Größen: Von der Rosen- über die Astschere und Leitern war man gut ausgerüstet. Gegen den kalten Wind half adäquate Kleidung und Enthusiasmus beim Einsatz.
Rainer Finkendey, der bei der kommenden Neuwahl als erster Vorsitzender kandidieren und voraussichtlich den langjährigen Vorsitzenden Helmut Dohnke ablösen wird, begrüßte die Arbeitswilligen und bedankte sich bei Klaus Stannek für seinen Einsatz. Fachkundige Unterstützung gab es auch von der 2. Vorsitzenden Anja Löbbeke. Die studierte Landschafts- und Freiraumplanerin ist freiberufliche Gartendesignerin und hat über Naturgärten promoviert.
„Was sich reibt, muss weg“, war eine von Gärtner Stannek ausgegebene Parole, die die Freiwilligen im Laufe des Nachmittags mit dem mitgebrachten Werkzeug umsetzten. Denn einen Baum pflanzen ist das eine, dass ein solcher in der Folge groß wird und der Pflege bedarf, das andere. Wie jeder Gartenbesitzer weiß: Kleine Bäume, kleine Sorgen – große Bäume, große Sorgen. So ein Setzling wächst und dann braucht es Fachwissen und entsprechendes Werkzeug, um die Schützlinge in Form zu halten.Zu diesem Zweck wird man sich noch so manchen Sonnabend mit ‚schwerem‘ Gerät auf der Döpke-Wiese zusammenfinden, denn die zu Ehren der Kinder oder anderen familiären Anlässen gepflanzten Bäume sollen ja auch schön aussehen.