Gelungene Hubertus Jagd 2012 in Meitze

Schleppenreiterin Kirsten Peters (links) auf ihrem Pferd „Niedersächsin“ und Elke Marsch überwinden das Baumhindernis mit großer Leichtigkeit. Foto: B. Stache
 
Die Niedersachsen-Meute wird noch in Schach gehalten. Foto: B. Stache

Camill Freiherr von Dungern übt den Generationswechsel

Meitze (st). Jagdherr Camill Freiherr von Dungern überließ anlässlich der Hubertus Jagd 2012 am Sonntagnachmittag in Meitze seinem Sohn Cosimo die Führung (Master) der Niedersachsen-Meute. „Wir sind dabei, den Generationswechsel bei der Meuteführung zu üben. Deswegen wird die Meute heute mein Sohn Cosimo führen. Seine Equipage besteht aus seiner Schwester Celestina, Heinrich Bethge aus Isernhagen und Jörgen Hemme aus Sprockhof.“ Beim Jagdreiten hinter der Foxhound-Meute führt die Equipage (Master und Pikeure) die Hunde auf der Fährte. Die Schleppenreiterin Kirsten Peters aus Thönse auf ihrem Pferd „Niedersächsin“ wurde von Elke Marsch begleitet. Camill Freiherr von Dungern erläuterte anlässlich seiner Begrüßung der 44 Reiter und etwa 150 Gäste beim Stelldichein auf dem Hof Bäßmann sehr detailliert das Legen der Fährte mit Anisöl. Dies tropft aus einem Kanister, der seitlich am Sattel der Schleppenreiterin angebracht ist. „Wir reiten heute in zwei Feldern: ein springendes Feld, in dem gesprungen werden muss, geführt von Jochen Soltau (Celle) und einem nicht springenden Feld, das in einem flotten Tempo - ohne Hindernisse - von meiner Frau Camilla geführt wird“, verkündete der Jagdherr, dessen achtjährige Enkeltochter Cosima auf ihrem Fuchs „Cleo“ als jüngste Reiterin teilnahm. Zuvor hatte Helmut Bäßmann alle Reiter und Zuschauer im Namen des Reitvereins Meitze und der Jagdgemeinschaft Meitze begrüßt und organisatorische Hinweise zum Ablauf und Verhalten während der Hubertus Jagd gegeben. Zu den Klängen der Jagdhornbläser „Rally Trompes de la Bruyère“ ging es anschließend auf die 14 Kilometer lange Strecke. „Es sind 37 feste Hindernisse, bestehend aus Eichen- und Kiefernstämmen, zu überwinden und zwei Mal geht es durch die Wietze“, beschrieb Helmut Bäßmann die Anforderungen an das springende Feld und ergänzte: „Die Strecke ist nach dem vielen Regen der Vortage in einem sehr guten Zustand.“ Die Zuschauer wurden auf Treckeranhängern zu ausgewählten Übersichtspunkten gefahren, um das springende Feld in Aktion zu sehen - unter anderem an die Wietze. Dort kam es zu einem Reitunfall, bei dem ein Reiter vom scheuenden Pferd stürzte. Das Team der DRK-Bereitschaft Wedemark-Burgwedel-Isernhagen, das die Hubertus Jagd mit einem Rettungswagen begleitete, versorgte den Gestürzten vor Ort. „Der Reiter war beim Abendessen schon wieder dabei“, berichtete der Jagdherr. Gegen 16.30 Uhr wurde die Jagd mit dem traditionellen Halali auf dem Hof Bäßmann beendet. Die Reiter erhielten die Eichenbrüche, für die Niedersachsen-Meute gab es zur Belohnung das „Curée“. In der Reithalle des Reiterhofes Bäßmann hatte das Team der Fleischerei Grimsehl aus Brelingen die traditionelle Jagdvesper für alle Teilnehmer, deren Familien und Zuschauer vorbereitet: feinsten Kaminbraten mit Kräuterkartoffeln und Gemüse. In seiner Jagdkritik fand Jörg Isernhagen lobende Worte. Auch für Jagdherr Camill Freiherr von Dungern war dies „eine sehr, sehr schöne Jagd. Sportlich anspruchsvoll, mit einem super Gelände, schönen Hindernissen und vor allem sehr harmonisch.“ Er freue sich auch besonders darüber, dass sein Sohn Cosimo die Aufgabe als Master gut erfüllt hat. „So stelle ich mir eine Jagd vor“, lobte der Freiherr die Hubertus Jagd 2012 in Meitze.