Gemeinde bietet Kulturführerschein an

Wedemarks Kulturbeauftragte Angela von Mirbach (hinten links) mit ihren Kooperationspartnern von Jugendkunstschule, Moorinformationszentrum, Brelinger Mitte, Heimatmuseum, Orgelbauverein St. Martini und von den Ideengebern aus Hannover. Alle sind gespannt auf die Resonanz auf das neue Angebot. Foto: A. Wiese

Anmeldungen werden ab sofort von der Kulturbeauftragten entgegen genommen

Brelingen (awi). Der eigenen Kreativität freien Raum lassen, Grenzen austesten, Neues entdecken – all das kann man beim Kulturführerschein, den die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur gemeinsam mit der Gemeinde Wedemark noch in diesem Jahr anbietet. Start ist im August, Abschluss im März 2017. Die Workshopphase dauert etwa fünf Monate, die Praxisphase ungefähr drei Monate. Die Workshops in der Brelinger Mitte finden ein- bis zwei- mal monatlich immer an einem Sonnabend statt.
Teilnehmer zahlen einmalig 150 Euro, der ermäßigte Betrag von 50 Euro gilt für Region-S-Karteninhaber. Wenn sich die Teilnehmer nach dem Praxisteil für ihren kulturellen Schwerpunkt entschieden haben, können sie mit ihrem kulturpädagischen Profil aktiv werden: Sie sind aktiv in einem Netzwerk von Freiwilligen, die sich austauschen und gegenseitig bereichern und gemeinsam neue Ideen entwickeln. Durch eigene, selbst organisierte Projekte ermöglichen die Inhaber des Kulturführerscheins dann auch anderen eine Begegnung mit Kultur.
Sie planen und organisieren die Umsetzung ihrer Ideen und bekommen dabei Unterstützung und Beratung. Mehr Information zum Projekt gibt es in einer Info- Veranstaltung, die für alle Interessierte offen ist. Kick-off am 17. Juni um 16 Uhr im Bürgerhaus Bissen- dorf, Am Markt 1. Dorthin sollten auch alle kommen, die sich bis dahin schon verbindlich angemeldet haben. Partner des Wedemärker Kulturführerscheins sind die Kinder-und Jugendkunstschule Wedemark, Heimatmuseum Wedemark, der Orgelbauverein St. Martini, der Kulturverein Brelinger Mitte, der imago Kunstverein Wedemark und auch das Moorinformationszentrum Resse. In der Gemeinde läuft der Kulturführerschein über die Bürgerdienste Ehrenamt und Kultur. Anmeldungen nimmt die Kulturbeauftragte Angela von Mirbach unter der Telefonummer (0 51 30) 58 12 74 entgegen. Und sie beantwortet natürlich auch Fragen zu dem Projekt. Der Kulturführerschein ist ein zertifiziertes Weiterbildungsprogramm für Kulturinteressierte in der nachberuflichen Lebensphase, erklärt Angela von Mirbach: „Nebenbei kann man das nicht machen!“
Mit dem Kulturführerschein können Interessierte kulturelle Bereiche aus neuer Perspektive entdecken, Ihre eigenen kreativen Fähigkeiten und Talente freilegen, Kontakte zu Menschen mit gleichen Interessen aufbauen und sich neue Netzwerke schaffen. Ziel des Kulturführerscheins ist es, freiwilliges Engagement anzuregen in der Verbindung von Kultur und Sozialem. So soll ein ehrenamtliches Netzwerk im Verbund mit professioneller Kunst und Kultur entstehen. Menschen mit Kulturführerschein verbinden ihre eigenen kulturellen Interessen mit einem sinnvollen Engagement für andere. Nach Abschluss der Fortbildung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat: den Kulturführerschein – ein Fortbildungsprogramm für Menschen, die sich nach der Familien- und Erwerbs- phase im kulturellen Bereich qualifizieren und engagieren wollen. In Workshops und Exkursionen werden gründliche Kenntnisse über die Wedemärker Kulturvereine vermittelt. Die Teilnehmer bekommen Einblick in kulturelle Orte der Wedemark und finden in konkreten Auseinandersetzungen mit Ideen, Inhalten und Orten ihren eigenen, kreativen Zugang zur Kultur. Mit dem Kulturführerschein erwerben die Teilnehmer ebenfalls erwachsenenpädagogische Methoden. Nach der Erkundungsphase werden die Teilnehmer in Kleingruppen zu einem selbst gewählten Thema ein Projekt planen und es der Fortbildungsgruppe präsentieren. Der Planungsprozess wird durch eine intensive Beratung begleitet.
Wedemarks Kulturbeauftragte Angela von Mirbach ist überzeugt, mit dem neuen Angebot genau die Nische auszufüllen, die in der ehrenamtlich stark engagierten Wedemark noch besteht.: „Es gibt immer mehr Menschen über 60 Jahre und es ist viel gesünder, etwas zu tun. Ehrenamtliches Engagement gehört zur Soziokultur“, ruf von Mirbach zur Teilnahme auf. Für den ersten Kulturführerschein gibt es allerdings nur 16 Plätze. Aber wenn die schnell voll sein sollten, wird eine Warteliste angelegt und der nächste Lehrgang geplant, versichert von Mirbach beim ersten Kontaktgespräch mit den Kooperationspartnern.