Gemeinde kauft gebrauchtes Fahrzeug

Mellendorf (awi). Der Verwaltungsausschuss hat am Montag mehrheitlich beschlossen, dass die Gemeinde den zwölf Jahre alten gebrauchten Rüstwagen der Stadt Burgwedel als Ersatz für das 27 Jahre alte Fahrzeug der Feuerwehr Mellendorf ankaufen soll. Die Feuerwehr habe sich noch in der Woche zuvor in einer internen Versammlung mit Vertretern der Verwaltung und Politik ausdrücklich dagegen ausgesprochen. Aus diesem Grund hätten auch die CDU-Vertreter im Verwaltungsausschuss gegen den Beschluss gestimmt, erklärte Fraktionssprecher Rudi Ringe. Bis zuletzt habe er gehofft, dass die Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen dem Vorschlag der Verwaltung nicht folgen werde und daher auch bewusst vor der Verwaltungsausschusssitzung den Gang in die Öffentlichkeit gemieden, um eine einvernehmliche Lösung nicht zu behindern. Doch die Verwaltung habe sich mit ihrem Vorschlag durchgesetzt. Ein Arbeitskreis innerhalb der Feuerwehr habe sich seit vielen Monaten mit den Anforderungen und dem Ausrüstungskonzept für einen neuen Rüstwagen der Mellendorfer Wehr befasst, so Ringe. Das Problem bei dem Burgwedeler Fahrzeug sei, dass es nur noch gering um eine halbe Tonne auflastbar sei. Die Feuerwehr befürchte, dass das nicht für zehn bis 15 Jahre reiche, die das Fahrzeug aber mindestens im Einsatz sein werde, und zwar oft auch bei schweren Unfällen auf der Autobahn. Die Tendenz gehe ganz klar zu größeren Geräten, die auch eine stärkere Stromversorgung benötigten. Das Gerät, das auf dem Burgwedeler Fahrzeug sei, sei aber jetzt schon an seiner Kapazitätsgrenze angekommen und ein größeres passe nicht aufs Fahrzeug. Die Feuerwehr sei immer davon ausgegangen, dass das NachfolgefahrzeugAuf dem Burgwedeler Fahrzeug seien jetzt schon 14 Tonnen drauf, erklärte Ringe im Pressegespräch und es sei definitiv nur auf 14,5 Tonnen auflastbar. Dabei sei das Stromaggregat nur ein Punkt. Auch der Wunsch der Feuerwehr nach Schleuderketten könne so nicht berücksichtigt werden. Hinzu komme, dass ein neues Fahrzeug ein Automatikgetriebe gehabt hätte, das Burgwedeler Fahrzeug hat Schaltgetriebe. „Automatik wäre für die Kameraden entlas-tend gewesen“, so Ringe. Natürlich wische die CDU das finanzielle Argument nicht einfach so vom Tisch. Ein Neufahrzeug schlage mit rund 320.000 Euro zu Buche, das gebrauchte Fahrzeug komme mit Umbau auf knapp die Hälfte. Rund 150.000 Euro seien veranschlagt. Dabei sei es nicht so, dass die CDU ein gebrauchtes Fahrzeug grundsätzlich ausschließe, betonte Ringe und ist sich sicher, dass das auch die Feuerwehr so sehe. Doch das Fahrzeug, das die Gemeinde jetzt aus Burgwedel ankaufen wolle, erfülle die Bedingungen aus Sicht derjenigen nicht, die für das Allgemeinwohl damit arbeiten müssten, stellte Ringe fest. Die Verwaltung sei da allerdings anderer Meinung und habe sich damit am Montag im Verwaltungsausschuss durchgesetzt. Zudem solle jetzt geprüft werden, ob das 27 Jahre alte Mellendorfer Fahrzeug bei einer anderen Wedemärker Wehr noch eingesetzt werden könne. Seiner Meinung nach scheide das aber schon deshalb aus, weil der alte Rüstwagen in kein anderes Gerätehaus in der Wedemark hineinpasse. Platz ist aus Ringes Sicht auch der Grund, warum die als Alternativlösung für die fehlenden Auflas-tungsmöglichkeiten des Burgwedeler Fahrzeugs genannte Auslagerung von Material in Rollcontainer unpraktikabel sei. Im Mellendorfer Gerätehaus könne nach seinen Erkenntnissen kein zusätzliches Material gelagert werden. Unabhängig von den Fakten kritisiert die Wedemärker CDU-Ratsfraktion auch den Stil, in dem mit den ehrenamtlichen Funktionsträgern in der Feuerwehr umgegangen werde, die viel Zeit in die Vorplanung investiert hätten. in Mellendorf eine Kapazität von 16 bis 18 Tonnen haben müsse.