Gemeinde spart mit LED-Umrüstung kräftig

Karin Dombrowski zeigt Bürgermeister Helge Zychlinski in der Wedemarksporthalle die neuen LED-Lichtquellen. Foto: A. Wiese

Licht in der Sporthalle wird jetzt nutzungsabhängig gesteuert

Mellendorf (awi). Es ist das modernste, was zurzeit auf dem Markt zu haben ist, bestätigt Karin Dombrowski von der Gemeinde: je nach Nutzung – Schulsport, Wettkampf oder Reinigung – reguliert sich die Helligkeit der Beleuchtung der Wedemark-Halle, nachdem die Gemeinde die Beleuchtungsanlage entsprechend hat umrüsten lassen. „Wir haben die Lichtquellen in zahlreichen Liegenschaften modernisiert", erklärten Bürgermeister Helge Zychlinski und der Fachbereichsleiter Liegenschaften, Harald Hesse. Doch die Wedemark-Halle eigne sich am besten als Vorzeigeobjekt. Ausgetauscht worden seien jetzt alle Energiefresser aus den 60er und 70er Jahren. 40 Prozent der Investitionssumme hat die Gemeinde dafür aus einem Bundesprogramm zurückerstattet bekommen. Voraussetzung für die Förderung war eine Einsparung von mehr als 50 Prozent CO 2 und die sei gegeben. Abgeschlossen sei dieser Austausch noch nicht. Es gehe weiter, versicherte der Bürgermeister. Und es lohne sich: Allein in der Wedemark-Halle spare die Gemeinde 45 bis 50 Euro Strom am Tag, das seien hochgerechnet 13.000 Euro pro Jahr. Damit habe sich die Investition in weniger als zehn Jahren ammortisiert, mit der Förderung aus Bundesmitteln sogar bereits in fünfeinhalb Jahren. Das System der nutzungsabhängigen Lichtsteuerung sei allerdings recht kompliziert, räumte Harald Hesse ein. Sie berechne sogar das einfallende Tageslicht mit ein und in der Dreifeldhalle seien alle drei Abteilungen unabhängig voneinander zu steuern. Entscheidend sei, dass kein Lehrer oder Übungsleiter mehr Hand an die Beleuchtung legen könne. Den Schlüssel für den Schaltschrank haben ausschließlich die Hausmeister. Die Zahl der LED-Lichtquellen in der Halle hat sich von vorher 108 auf jetzt 53 reduziert. 50.000 Stunden Lebensdauer werden den LEDs nachgesagt, die zudem mit einem Präsenzmelder gesteuert werden. Die Umweltbeauftragte der Gemeinde, Ursula Schwertmann, zeigte sich mit dieser Neuerung außerordentlich zufrieden.