Gemeinde Wedemark bietet neue Grabarten an

Thomas Warneke (links) und Daniel Diedrich (rechts) stellen die geschmackvoll gestaltete neue Anlage mit 20 Wahlgrabstellen für Urnenbestattung vor. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Instandsetzungen von Friedhöfen abgeschlossen

Wedemark/Mellendorf (hhs). Ende Mai dieses Jahres hatte der Rat der Gemeinde Wedemark eine neue Friedhofssatzung beschlossen. Darin enthalten ist auch die Bereitstellung so genannter „neuer Grabarten“ auf den gemeindlichen Friedhöfen. So gibt es jetzt, gewissermaßen als ersten Schritt, auf dem Friedhof in Mellendorf Wahlgrabstätten für Urnenbestattung in einer Gemeinschaftsanlage und als zweite neue Grabart eine „Rasenerdgrabstätte mit besonderen Gestaltungsvorschriften“. Hinrich Burgmeister von der Gemeinde Wedemark brachte es in kurzen Worten bei der Vorstellung der Anlage auf dem Friedhof Mellendorf auf den Punkt: „Mit den neuen Grabarten schließen wir eine Bedarfslücke und bieten neue Möglichkeiten für pflegeleichte Grabstätten“.

Zunächst die Wahlgrabstellen für Urnenbestattung in einer Gemeinschaftsanlage: Diese Anlage auf dem Mellendorfer Friedhof wurde in unmittelbarer Nähe der Friedhofskapelle angelegt und umfasst 20 Einzelwahlgrabstätten. Die Nutzungsrechte daran können ab dem 15. November bei der Gemeinde Wedemark erworben werden. Diese Grabart schließe ein Lücke, da bisher nur Wahlgrabstellen mit zwei beziehungsweise vier Stellen zur Bestattung von Urnen in der Gemeinde Wedemark angeboten wurden, erläuterten Daniel Diedrich und Thomas Warneke, bei der Gemeinde Wedemark für die Friedhöfe zuständig, diese neuen Möglichkeiten. Die Nutzungsgebühr von 1.600 Euro für eine Nutzungszeit von 25 Jahren beinhalte eine ganze Menge Vorteile: Die freie Wahl der Lage innerhalb der Gemeinschaftsanlage, eine Namensschild aus Bronze mit Gravur für den Gedenkstein, Bepflanzung und Pflege durch die Gemeinde Wedemark während der Nutzungszeit und Ablagemöglichkeiten für den Grabschmuck. Darüber hinaus könne die Grabstelle nach Ablauf der Nutzungszeit verlängert oder neu belegt werden. Weitere Vorteile sahen die beiden Mitarbeiter der Verwaltung auch darin, dass sich jeder Interessent für diese Möglichkeiten sein späteres Grab rechtzeitig selbst aussuchen kann und mit dieser Entscheidung auch zugleich die Grabpflege geregelt habe. „Stirbt der Nutzungsberechtigte irgendwann, dann muss für die Zeit zwischen Abschluss des Nutzungsvertrages und dem Eintritt des Todesfalls nachbezahlt werden“, hieß es. Schließlich sei die Ruhezeit auf den Friedhöfen der Gemeinde auf 25 Jahre festgelegt worden, und die müsse eingehalten werden.
Die zweite neue Grabart, die von der Gemeinde angeboten wird, sind die „Rasenerdgrabstätten mit besonderen Gestaltungsvorschrften“. Diese Grabart ist in Form von Reihengräbern angelegt und erlaubt die Aufstellung eines stehenden Grabmals auf einer Sockelplatte, die zugleich eine Ablagemöglichkeit für Grabschmuck bietet. Diese neue Grabart soll in absehbarer Zeit auf allen Friedhöfen der Gemeinde Wedemark angeboten werden. Auf den bisher und auch weiterhin angebotenen pflegeleichten Rasenerdgrabstätten durften lediglich liegende Grabplatten gesetzt werden, auf denen kein Grabschmuck abgelegt werden durfte, erläuterten die beiden Mitarbeiter den Unterschied.
Auf den Friedhöfen der Gemeinde sind unterdessen umfangreiche Umgestaltungen pünktlich zum Volkstrauertag fertig gestellt worden: Der Kapellenvorplatz auf dem Friedhof Hellendorf ist gepflastert und es wurden neue Sickerschächte angelegt. Das Ehrenmal wurde hier mit einer neuen Einfassung versehen und mit einer neuen Bepflanzung. Auch in Berkhof wurde der Kapellenvorplatz neu gepflastert, eine neue Toranlage wurde angelegt und Regenwasseranschlüsse und Fallrohre installiert. Hier stehen jetzt auch kleine Handwagen zum Transport von Pflanzen zur Verfügung. das Ehrenmal wurde mit Eiben neu bepflanzt. Auf dem Friedhof in Elze wurde der Weg zum Ehrenmal mit einer neuen Decke ausgestattet, die alte war zu sehr in die Jahre gekommen.