„Gemeinde Wedemark war nicht beteiligt“

Kirchengemeinde weist Aussage der Bürgerinitiative Höllenfeld zurück

Wennebostel (awi). Mit Nachdruck wehrt sich die Kirchengemeinde Bissendorf gegen die Behauptung der Bürgerinitiative Höllenfeld, sie sei von der Gemeinde genötigt worden, Land an die Firma Sennheiser zu verkaufen. In der Pressemitteilung der Bürgerinitiative Höllenfeld, aus der das ECHO im Artikel „Initiative macht gegen Höllenfeld mobil“ am 19. Januar zitiert hatte, seien von der Bürgerinitiative im Bezug zur Kirchengemeinde Behauptungen gemacht worden, „die schlicht falsch sind, die die Kirchengemeinde in ein ganz schlechtes Licht rücken und die so nicht unkommentiert stehen bleiben dürfen", erklärt Karin Ernst, Vorsitzende des Kirchenvorstandes der St.-Michaelis-Kirchengemeinde Bissendorf. In dem Artikel werden Aussagen der „Bürgerinitiative Höllenfeld“ zitiert: „Nach Auskünften der Vorbesitzerin der bisher landwirtschaftlichen Ländereien (Kirche) sei laut Bürgerinitiative diese durch die Gemeinde genötigt worden, ihr Land zu verkaufen“, heißt es in dem Artikel mit Bezug auf Wiesenflächen westlich des Wennebosteler Kirchweges. „Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit“, betont Karin Ernst und erklärt: „Der Kirchenvorstand hatte niemals mit Mitgliedern der Bürgerinitiative Kontakt, konnte und wollte daher auch niemals mit diesen über den Verkauf von Ländereien sprechen.“ Falsch sei auch die pauschale Aussage der Bürgerinitiative, die Kirchengemeinde sei Vorbesitzerin der von der Firma Sennheiser erworbenen Flächen gewesen. „Der Kirchengemeinde gehörte das Flurstück 239/1 Flur 2 in der Gemarkung Wennebostel, das mit einer Größe von 5.286 Quadratmetern nur einen sehr kleinen Teil der von Sennheiser erworbenen Flächen ausmacht“, erklärt Karin Ernst. Über den Verkauf dieser Fläche fanden Verhandlungsgespräche mit der Firma Sennheiser statt, die von Vertretern der Kirchengemeinde und des Kirchenkreisamtes geführt wurden. Nach Rücksprache mit dem Landeskirchenamt, das einen Verkauf kirchlicher Grundstücke genehmigen muss, wurde die Anfrage der Firma Sennheiser im Kirchenvorstand der Gemeinde, der sich aus 14 Mitgliedern zusammensetzt, diskutiert und entschieden. „Die Gemeinde Wedemark war dabei zu keiner Zeit an der Meinungsbildung des Kirchenvorstandes beteiligt, noch ist sie irgendwie beratend tätig geworden“, betont Karin Ernst ausdrücklich.