Gemeindeverwaltung schneidet sehr gut ab

Bürgermeister Tjark Bartels, links, und Fredy Krause, personalpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, stellten der Gemeindeverwaltung ein gutes Zeugnis aus. (Foto: Hans Hermann Schröder)

Niedrige Kosten trotz Effizienzsteigerung

Mellendorf (hhs). Die Verwaltung der Gemeinde Wedemark zählt inzwischen im Vergleich mit den 19 anderen in der Region Hannover zusammengefassten Kommunen zu den leistungsstärksten. Das habe ein Personalkostenvergleich in der Region Hannover ergeben, erklärte Bürgermeister Tjark Bartels anlässlich eines Gesprächs zum Personalkostenhaushalt gegenüber dem Ratsfraktionsvorsitzenden Jürgen Benk von der SPD und deren personalpolitischem Sprecher Fredy Krause am frühen Donnerstagmorgen. Dabei wurden auch die zukünftige Personaleinsatzplanung in der Verwaltung und die damit verbundenen Kosten und deren zukünftige Entwicklung besprochen.
Bartels erläuterte zunächst den Personalkostenvergleich auf Regionsebene: „Wir belegen dabei den 19. Platz flachste er: „Das heißt nicht anderes, als dass wir im Regionsvergleich bei den Personalkosten mit 346 Euro pro Einwohner den vorletzten Platz einnehmen. Alle Kommunen, die vor uns liegen, arbeiten also teurer“. Für den Bürgermeister ein außerordentlich erfreuliches Ergebnis, zweit sparsamste Kommune im Regionsverbund zu sein. Nur Garbsen stehe etwas besser da, erklärte Bartels weiter. Das habe seine Ursache darin, dass die Stadt Garbsen nicht Träger von kostenträchtigen Kindertagesstätten und -gärten sei. „Dieses Ergebnis wird sich unserer Meinung nach bei einer zukünftig zu erwartenden moderaten Tariferhöhung in den kommenden Jahren nicht gravierend verändern“, schaute der Bürgermeister voraus. Bartels hob besonders hervor, dass die Effizienzsteigerung trotz neuer von der Region Hannover übernommene Zuständigkeitsbereiche wie Bauaufsicht, Kfz-Zulassung sowie den Arbeiten als selbständige Gemeinde.
„Dieses gute Ergebnis beruht nach unserer Auffassung auf die gute auf Effizienz und Leistungssteigerung unserer Verwaltung, die der Bürgermeister auf den Weg gebracht hat“, freute sich Fredy Krause. Er schätzt es als hilfreich bei der Entwicklung der Personalkosten ein, dass ein Controlling eingeführt wurde, die dem Bürgermeister jederzeit den Zugriff auf den aktuellen Stand von Verwaltungsabläufen ermöglicht und schnellen Eingriff in Fehlentwicklungen ermöglicht. Zukünftige Reduzierungen von vorhandener Arbeit im Personalhaushalt dürften aber nicht zu Lasten der Qualität und des Bürgerservice gehen. Unter dem Aspekt des demografischen Wandels werde das Werben um gut ausgebildete Fachkräfte immer wichtiger werden. Dieser Einschätzung stimmte Bartels voll zu. Qualifiziertes Personal zu bekommen, werde immer schwieriger, führte er aus. So habe die Gemeinde noch vor wenigen Jahren für eine freie Stelle im Bereich der Kinderbetreuung aus 50 Bewerbern auswählen können, heute seien oft weniger als zehn. „Und dann müssen wir uns auch überlegen, wie wir gutes Personal binden können. Wir wollen gute Leute haben, auch schon in der Ausbildung, die wir dann übernehmen können“. Insgesamt müsse man die Attraktivität von Verwaltungsberufen heben und Projektmanagement und Prozess orientiertes Denken stärker in den Vordergrund rücken.
Gegenwärtig herrsche allerdings in der Verwaltung der Gemeinde Wedemark eine Sondersituation. „Die Leute arbeiten jetzt hart an der Schmerzgrenze“, führte Tjark Bartels aus. „Der Rathausneubau steht dabei im Vordergrund. Aber das neue Rathaus wird ein weiterer Schritt sein zu mehr Transparenz beim Bürger und zu einer starken Verbesserung des Betriebsklimas. Die Stimmung ist gut“.