Geschichte der Gemeinde Wedemark

Bürgermeister Helge Zychlinski (von links), Franz Rainer Enste und Martin Stöber halten den soeben erschienenen Band 4 „Alltag in der Diktatur – Erinnerungen an das dörfliche Leben in der Wedemark“ in den Händen. Foto: B. Stache

Vierter Buchband als Festschrift mit starken Vortragstexten erschienen

Mellendorf (st). Der Gemeinde Wedemark ist mit der Herausgabe des vierten Buchbands im Rahmen des Projekts „Die Geschichte der Wedemark von 1930 bis 1950“ ein weiterer Meilenstein gelungen. Der Titel des Buchs: „Alltag in der Diktatur – Erinnerungen an das dörfliche Leben in der Wedemark“. So lautete auch das Motto eines Symposiums am 9. November im Bürgerhaus in Bissendorf. Die beeindruckenden Wortbeiträge von Bürgermeister Helge Zychlinski bei seiner Auftaktrede zum Symposium sowie von Professor Carl-Hans Hauptmeyer, Gründer des Niedersächsischen Instituts für Historische Regionalforschung, Otto Hemme, Heimatforscher aus Elze, und Professor Rolf Wernstedt, Landtagspräsident a.D. und ehemaliger Niedersächsischer Kultusminister, finden sich in dem soeben erschienenen Buch wieder. Die Einleitung dazu schrieb Martin Stöber, Geschäftsführer des Niedersächsischen Instituts für Historische Regionalforschung e. V. Das Buch versteht sich als Festschrift über das Symposium. „Es verdient Beachtung auch über die Wedemark hinaus“, formulierte Franz Rainer Enste anlässlich der Buchvorstellung am Mittwoch im Rathaus in Mellendorf. Das gesamte Symposium „Geschichte der Wedemark 1930 – 1950“ sei auf überregionales Interesse gestoßen, ergänzte Ewald Nagel, Pressesprecher der Gemeinde Wedemark, im Beisein von Bürgermeister Helge Zychlinski und Martin Stöber. Der vierte Buchband mit einer Auflage von zirka 200 Exemplaren ist im Handel zum Preis von 6,50 Euro zu beziehen. Mit großem Interesse sehen alle Beteiligten einem weiteren Symposium im Rahmen der Wedemärker Geschichtsaufklärung entgegen. Am Montag, 29. Januar, stellen Schüler des Gymnasiums Mellendorf, die sich im Fach Geschichte mit dem Thema „Verfolgung kranker und behinderter Menschen“ beschäftigt haben, ihre Arbeitsergebnisse vor. „Ein ganz bedrückendes Kapitel unserer Geschichte“, erklärte dazu Franz Rainer Enste. Der ehemalige Niedersächsische Landtagspräsident Jürgen Gansäuer wird bei dem Symposium die Festrede halten. Eine weitere Buchvorstellung ist für Februar/März 2018 geplant. In einem Sonderband werden die gesammelten und aufgearbeiteten Geschichten von Otto Hemme „Leben in einem deutschen Dorf von 1930 bis 1950“ zu lesen sein. Elze werde damit zu einem Leuchtfeuer in der Wedemark, beschrieb es Franz Rainer Enste.