Gewalt gegen Frauen

Marks weist auf Hilfetelefon hin

Wedemark/Langenhagen. Seit einem Jahr ist es im Einsatz: das bundesweite Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen. Darauf weist Caren Marks, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hin. Ihr Ministerium, das das Angebot finanziert, hat nun eine erste Bilanz vorgelegt. Es hat sich gezeigt, dass die 08000 116 016 bei Fragen zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen und als 24-Stunden-Lotse zu den Beratungsstellen vor Ort gut angenommen wird. Unter der kostenlosen Telefonnummer und über die Webseite www.hilfetelefon.de stehen mehr als 60 Beraterinnen seit März 2013 betroffenen Frauen, Angehörigen und Fachkräften bei allen Fragen zur Seite. Telefonate können rund um die Uhr in 15 Sprachen übersetzt werden. „Das Hilfetelefon leistet einen wichtigen Teil der Erst- und Krisenberatung“, erläutert Caren Marks. „Durch die Erreichbarkeit rund um die Uhr ist Hilfe dann da, wenn sie gebraucht wird“. Die Abgeordnete weist darauf hin, dass allein in Deutschland 35 Prozent der Frauen schon einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlitten haben. Doch rund 85 Prozent der Frauen wenden sich nicht an eine Beratungsstelle. „Das Hilfetelefon ist niedrigschwellig und schließt eine Lücke im Hilfsangebot“, so Marks. Es ist ihr ein Anliegen, das Angebot bekannter zu machen und so noch mehr Frauen in Krisensituationen zu helfen.