Goldenes Abitur gefeiert

Museumsleiter Karl-Hans Konert, der zu den Jubiläums-Abiturienten gehört, hatte die Führung mit Jungfer Anni in Bissendorf organisiert. Auf der Bank das Ehepaar Rommel (von rechts). Foto: K.H. Konert

Gästeführung in Bissendorf war das Highlight

Bissendorf. Am 22. und 23. Juni trafen sich 15 ehemalige Abiturienten des Gymnasiums Großburgwedel zur Feier ihres „Goldenen Abiturs“ in Großburgwedel und in Bissendorf. Denn auf den Tag genau vor 50 Jahren erhielten alle 23 Schüler der damaligen Klasse 13 a aus den Händen vom Schulleiter Oberstudiendirektor Dr. Hauer und ihrem Klassenlehrer Studienassessor Horst Rommel das „Zeugnis der Reife“.
Das Gymnasium Großburgwedel war damals das einzige Gymnasium weit und breit – weder Isernhagen noch die heutige Gemeinde Wedemark verfügten damals über eine Einrichtung dieser Schulform. In Langenhagen war das neu gegründete Gymnasium gerade zwei Jahre zuvor im Jahre 1966 mit zwei Jahrgängen gestartet. Und so kamen die Schülerinnen und Schüler aus der Abitur- Klasse aus den Isernhagen-Dörfern, insbesondere auch aus dem heute zu Hannover gehörenden Isernhagen NB-Süd, aus Kirchhorst, Langenhagen, Bissendorf und natürlich den Ortschaften der heutigen Stadt Burgwedel.
Feuchtfröhliche Abiturfeier
Der Tag der Abiturfeier wird den Schülern immer in Erinnerung bleiben – nicht wegen der damals sehr schlichten Feier in der Pausenhalle des Gymnasiums, sondern vor allem wegen der feucht-fröhlichen privaten Feier im Hause eines Mitschülers in Großburgwedel. Zu vorgerückter Stunde wurde dann auch noch der Swimmingpool genutzt und das wurde einem Lehrer zum Verhängnis, der in voller Montur in das warme Nass eintauchte.
„Aber dieses Ereignis wird auch deswegen immer einen Platz in unserem Gedächtnis behalten, weil es verbunden ist mit der Erinnerung an einen außergewöhnlichen Lehrer, unseren damaligen Klassenlehrer Horst Rommel. Er hat es verstanden, die Klasse zusammenzuhalten, alle mitzunehmen und niemanden auszugrenzen und auf der Strecke zu lassen“, so Karl-Hans Konert im Rückblick auf diese Zeit. Und so war es nur folgerichtig, dass nach den üblichen Klassentreffen im Fünf-Jahres-Rhythmus dieses Jubiläumstreffen am Ort des damaligen Geschehens stattfinden sollte. Nach einer Führung durch „ihre“ Schule vom stellvertretenden Schulleiter Dr. Wolf Nitschke und Teilnahme an der Abiturfeier des aktuellen Jahrganges fand die eigentliche Feier wieder in denselben Räumen wie vor 50 Jahren statt. Ob dabei der Swimmingpool wieder wie damals eine Rolle spielte, wird nicht verraten. Besonders hat sich die damalige Klasse darüber gefreut, dass ihr alter Klassenlehrer Horst Rommel auch diesmal wieder bei der Feier dabei sein konnte – mit über 90 Jahren. Dieser Jahrgang war damals seine erste Abiturklasse, der Beginn einer erfolgreichen Lehrerlaufbahn, die ihn schließlich ab 1974 in die Funktion des Gründungsdirektors des Gymnasiums Mellendorf führte.
Klasse in alle Winde verstreut
Die beruflichen Tätigkeiten haben dazu geführt, dass sich die Klasse in alle Winde verstreut hat, von Berlin über Hamburg, das Sauerland und die Eifel und Stuttgart. In einem Fall erfolgte die Anreise sogar aus Namibia, wohin ein Klassenkamerad mit seiner Ehefrau nach Beendigung der Tätigkeit als Rechtsanwalt und Notar auf eine riesig große Farm zog. Deshalb wurde neben der eigentlichen Feier natürlich auch noch ein kleines Kulturprogramm angeboten, damit die Auswärtigen wieder einen aktuellen Eindruck von der früheren Heimat bekamen.
Jungfer Anni führte die Gruppe mit einem bunten Querschnitt aus ihrem Programm sehr kenntnisreich und die Gruppe erheiternd durch den Ortskern von Bissendorf. Im Anschluss erfolgte eine Führung durch das Richard-Brandt-Heimatmuseum Wedemark durch den Mitabiturienten Karl-Hans Konert, der die Veränderungen im Museum vorstellte, denn vor zehn Jahren bei einem früheren Treffen stand auch schon der Museumsbesuch auf dem Programm mit einer Führung durch den früheren Leiter Gerd Kutzner, den Vorgänger Konerts.
Als Resümee der beiden Tage stellte der frühere Klassensprecher Nikolaus Derben in Aussicht, dass das nächste Treffen schon in drei Jahren stattfinden werde.