Grandioser „Elias“ begeistert

Großes Konzerterlebnis mit „Elias“ in der Brelinger St.-Martini-Kirche. Foto: B. Stache

Oratorium zieht Konzertbesucher in Brelinger Kirche in seinen Bann

Brelingen (st). In der Brelinger St.-Martini-Kirche saßen am Sonnabend knapp 400 Konzertbesucher – in absoluter Ruhe. Sie alle waren fasziniert von „Elias“, dem Felix- Mendelssohn-Bartholdy-Oratorium. „Die Aufführung des Elias war ein grandioses, emotionales Konzerterlebnis“, fasste Harald Platte vom Orgelbauverein St. Martini Brelingen den Abend zusammen. „Der Elias gilt als Meilenstein in Mendelssohns kompositorischem Schaffen und als Höhepunkt der Oratorienliteratur des 19. Jahrhunderts. Das Werk ist von packender Dramatik und gleichzeitig von großer Innigkeit. Erzählt wird die alttestamentarische Geschichte des Propheten Elias, der mit seinen Träumen und Visionen als Instrument Gottes Zeichen deutet und dabei selbst in Angst und Verfolgung standhaft bleibt“, hieß es in der Ankündigung des Konzerts. Pastorin Debora Becker hatte die Besucher im Namen der Kirchengemeinde St. Martini Brelingen begrüßt. Unter Leitung von Sabine Kleinau-Michaelis begeisterten der Chor St. Martini mit zahlreichen Gastsängern, die Kammersymphonie Hannover sowie das Vocalensemble Oldenburg. Als Gesangssolisten bereicherten Julia Neumann (Sopran), Mareike Morr (Alt), Uwe Gottswinter (Tenor) und Samuel Hasselhorn (Bass) das Konzert über die Geschichte des biblischen Propheten Elias. Die Intensität der Beiträge wurde von der großartigen Akustik der St.-Martini-Kirche noch verstärkt. Schon mit seinem ersten Gesangsvortrag überzeugte Bariton Samuel Hasselhorn in der Rolle des Elias dank großer Stimmkraft und Ausdrucksstärke. Sabine Kleinau-Michaelis verstand es gekonnt, an dem mehr als zweistündigen Konzertabend alle Mitwirkenden als eine perfekt aufeinander abgestimmte Einheit zu präsentieren. Die engagierte Chorleiterin der Evangelisch-lutherischen St.-Martini-Kirchengemeinde arbeitet hauptberuflich an der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover als Fachleiterin für elementare Musik, Chor und Tanz. „Die Musiker hielten den Spannungsbogen des hinsichtlich Dynamik und Besetzung abwechslungsreichen Opus über gut zwei Stunden aufrecht", urteilte Harald Platte zum Abschluss des Elias-Oratoriums.