Größtes Bauvorhaben der Firmengeschichte

Rund 15 Millionen Euro hat Audiospezialist Sennheiser in das neue Produktions- und Technologiezentrum investiert neuesProduktionszentrum. Foto: Sennheiser
 
Produktion im neuen Gebäude – alle Arbeitsabläufe und Materialflüsse sind nach neuesten Erkenntnissen gegliedert und optimiert worden.

Neues Produktions- und Technologiezentrum bei Sennheiser

Wennebostel. Mit dem neuen Produktions- und Technologiezentrum hat Audiospezialist Sennheiser das größte Bauvorhaben seiner Firmengeschichte abgeschlossen. Am Stammsitz in Wennebostel läuft die Produktion in einem der modernsten Fertigungsgebäude Niedersachsens. Rund 15 Millionen Euro hat sich Audiospezialist Sennheiser das neue Produktions- und Technologiezentrum kosten lassen; hinzu kommen die Aufwendungen für den Umzug der Produktion aus
Burgdorf und für den Umzug des Bereiches Engineering. Im Zuge der Integration des neuen Gebäudes wurde die gesamte Fertigung neu organisiert und so die Voraussetzungen zur weiteren Effizienzsteigerung geschaffen. „Die sorgfältige Planung und die intensive Beratung mit Arbeitswissenschaftlern und Experten der Fertigungsorganisation haben sich gelohnt“, resümiert Volker Bartels, Geschäftsführer Produktion und Logistik. „Seit Beginn dieses Jahres arbeiten unsere Produktions- und Engineering-Mitarbeiter in einem optimal organisierten und motivierenden Umfeld.“ Seitdem genießt Sennheiser die Vorteile einer an einem Standort konzentrierten, hochmodernen Produktion mit optimal gegliederten Materialflüssen und Arbeitsabläufen. Vom Suchschnitt zur Hightech-Produktion – ein Rückblick. Nach Abschluss der geologischen Suchschnitte begannen mit dem symbolischen ersten Spatenstich am 24. November 2008 offiziell die Bauarbeiten
für das neue Produktions- und Technologiezentrum. Am 18. Mai 2009 wurde Richtfest gefeiert, Ende 2009 das Gebäude fertiggestellt. Der Umzug von Burgdorf nach Wennebostel dauerte acht Wochen, dabei wurden insgesamt 230 Maschinen bewegt, die schwerste davon wiegt etwa zehn Tonnen. Unter anderem wurden zwei Bestückungslinien für die Elektronikfertigung per Kran durch das geöffnete Dach in das Gebäude gehoben. Das neue Produktions- und Technologiezentrum wurde direkt neben dem schon bestehenden Produktionsgebäude errichtet und damit verbunden. Technischer Vorsprung bei Produkten und Produktionsprozessen „Wir müssen uns in unseren Abläufen sehr flexibel den Anforderungen des Marktes anpassen. Aus diesem Grunde wurde großer Wert auf eine gute Wandlungsfähigkeit des Gebäudes gelegt“, erklärt Volker Bartels. Die ist gegeben – die Grundfläche beträgt rund 4.200 Quadratmeter; die beiden Geschosse mit zwei Galerien bieten auf insgesamt 13.500 Quadratmetern ausreichend Platz. Die Gebäudeträger haben eine große Spannweite; die Geschosshöhe ist großzügig. Die Arbeitsplätze können je nach Anforderung neu organisiert werden, um hohe Nachfragen abzufedern. Das neue Produktions- und Technologiezentrum beherbergt die mechanische Fertigung, den Produktionsmittelbau, Montagearbeitsplätze, Handbestückung, Testplätze und Büros. Rund 440 Menschen arbeiten hier. Außerdem besitzt das Gebäude ein Technikum, wo in enger Zusammenarbeit zwischen Engineering und Produktion Arbeitsplätze sowie Betriebs- und Prüfmittel entwickelt, erprobt und optimiert werden. „Mit dem Produktions- und Technologiezentrum haben wir am Standort Deutschland in die Zukunft investiert“, sagt Volker Bartels. „Damit können wir unseren technischen Vorsprung bei Produkten und Produktionsprozessen weiter ausbauen.“