Große Pflanzaktion im Ereigniswald Bissendorf

Theo Lastinger (v. l.), Martina Wilhelm, Ellen Kiesner und Danica Lastinger pflanzen einen Bismarckapfel. Foto: B. Stache

Ehepaar beschenkt sich zu Geburtstagen mit Bäumen

Bissendorf (st). Die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Wedemark, Mona Achterberg, hatte zum 10-jährigen Jubiläum des Ereigniswaldes in Bissendorf am Samstag ein passendes Zitat von Annemarie Schmidt parat: „Nach uns wird bleiben ein Baum, der wortlos Geschichten erzählt, von Menschen die unterwegs Schutz suchten in seinem Schatten.“ Sie erinnerte daran, dass jeder der in den vergangenen zehn Jahren gepflanzten Bäume für ein Ereignis stehe, ob zu Geburten, Hochzeiten, Jubiläen oder auch als Andenken an Verstorbene: „Jeder Baum bietet damit etwas ganz Besonderes.“ Der Ereigniswald sei eine tolle Einrichtung und verdiene Anerkennung, erklärte Mona Achterberg in ihrer Laudatio und dankte Heidemarie Heinzelmann für ihr über 10-jähriges Engagement. Dr. Helmut Dohnke, Vorsitzender des Verschönerungs- und Naturschutzverein Bissendorf e.V., überreichte Heidemarie Heinzelmann einen geflochtenen Kranz aus Herbstlichem, unter anderem mit Eberesche und Hagebutte. „Sie ist die Mutter der Bäume“, sagte der Vereinsvorsitzende nach der jährlichen Pflanzaktion, an der wieder viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt waren. Danica und Theo Lastinger aus Bissendorf hatten sich zu ihrem 70. und 80. Geburtstag mit je einem Bismarckapfel und einer Winterlinde beschenkt. „Wir haben uns diese beiden Geburtstagsgeschenke gegenseitig gemacht“, sagte der Senior, der bereits seit über 60 Jahren im Ort lebt. Gleich nebenan pflanzte eine Isernhägenerin einen Finkenwerder Herbstprinz. „Den Hinweis auf diese alte Apfelsorte habe ich aus der Lektüre von alten Apfelliebhabern erhalten, ´Mein großes Apfelbuch´ von Eckart Brandt, erzählte sie. Unter Anleitung von Herrn Daniel Michel von der Baumschule Schmidt in Mellendorf habe ich diesen Baum aus Anlass eines besonderen Geburtstages gepflanzt“, sagte die Isernhagenerin, während sie die Neuanpflanzung wässerte. Die Baumschule sei sehr hilfsbereit bei der Beschaffung des Apfelbaumes gewesen, ergänzte sie. „Heute wurden insgesamt 14 Bäume gepflanzt, Obst- und Laubbäume sowie eine Kiefer. Ein 15. Baum folgt, dabei handelt es sich um die seltene Apfelsorte Gubener Waraschke“, berichtete Daniel Michel. Die Idee vom Ereigniswald hat sich auch schon bis in den Raum Lüneburg herumgesprochen. „Wir wollen in Gellersen auch ein solches Projekt beginnen, das auf ehrenamtlicher Arbeit basiert und den Bürgerzusammenhalt fördert“, erklärte Hinrich Bonin aus Gellersen und versprach: „Wir werden Frau Heinzelmann zum ersten Pflanztag einladen und auch abholen.“ Nach der Pflanzaktion am Samstagmittag in Bissendorf gab es die traditionelle Stärkung: Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen. Wer im Oktober kommenden Jahres einen Baum im Ereigniswald am Isernhägener Damm pflanzen möchte, kann sich mit Frau Heidemarie Heinzelmann, Telefon (0 51 30) 72 08, in Verbindung setzen.