Große Show auf kleiner Bühne

Ein mitreißendes und tolles Konzert bot die A-capella-Gruppe Maybebop in dem mit 160 Besuchern ausverkauftem Bürgersaal in Bissendorf. Foto: L. Irrgang

Konzert von Maybebop begeisterte in ausverkauftem Bürgersaal

Bissendorf (ig). Seit mehren Monaten war das Konzert des A-capella-Pop-Quartetts Maybebop ausverkauft gewesen, Donnerstag Abend erlebten 160 Zuschauer ein wirklich besonderes und beeindruckendes Konzert der hannoverschen Gruppe. Auch das letzte Konzert des laufenden Kulturprogramms 2009/2010 der Gemeinde Wedemark fand zur blauen Stunden statt, und damit genau zu dem Zeitpunkt, in welchem die Sonne hinter dem Horizont versinkt und der Tag zur Nacht übergeht. Somit begrüßte Bürgermeister Tjark Bartels pünktlich um 20.19 Uhr die Besucher des Konzertes. Man habe heute eine wirklich besondere Band in der Wedemark, so Bartels „wir hatten uns im Vorfeld gefragt, ob wir so etwas leisten können.“ Der Entschluss sei jedoch schnell gefallen, „und der ausverkaufte Saal spricht für sich, das freut uns sehr.“ Der Bürgersaal war durch Mitarbeiter des Bauhofs für das Konzert vorbereitet worden und ausgefallene Lichttechnik sorgten so für eine Atmosphäre während des Konzertes, die es so wohl noch nicht im Bürgersaal gegeben hat. Auch war es gelungen, in dem für seine Akustik eher nicht so beliebtem Bürgersaal durch einen sehr guten technischen Einsatz eine hervorragende Tonqualität zu bieten. Die vierköpfige A-capella-Gruppe stellte sich gleich zu Beginn des Konzertes mit ihrem Lied „endlich authentisch“ dem Publikum vor. Schnell merkte man, dass die Musikern, die mitunter weitaus größere Bühnen gewohnt sind, wie beispielsweise die des Theaters am Aegie, auch sehr viel Spaß auf kleinen Bühnen haben. Denn diesen merkte man den vier Musikern bei ihrem abwechslungsreichen und pointierten Programm deutlich an. Die Liedtexte stellten einen stimmungsvollen gesanglichen Querschnitt durch viele Lebenserfahrungen dar, Erfahrungen die als man als Mann machen kann („Ich bin kein Mann für eine Nacht“) bis hin zu einem „schon fast latent morbidem Kinderlied“ („stilles Lied“), bei welchem die möglichen Empfindungen und möglichen Gedanken eines Kindes im Mutterleib anschaulich besungen wurden. Dass die vier Sänger ein breites Spektrum auf hervorragende Weise abzudecken verstanden, zeigte sich sowohl in der beeindruckenden Interpretation des Rammstein-Stückes „Engel“, als auch im direkt darauf folgenden volksmusikalisch anmutenden Stück „schwarz und weiß“
Äußerst zufrieden zeigte sich auch die Kulturbeauftragte der Gemeinde, Angela von Mirbach, „die Nachfrage war sehr groß, wir hätten mehr als dreimal so viele Karten verkaufen können.“ Für das begeisterte Publikum gab es am Ende eines tollen Konzertabends zwei Zugaben.