Große Spende für Indianerhilfeverein

Dr. Johannes Hesse (v. l.), Uwe Stoffers, Karl-Peter Ritter, Gerold Buhl und Roland Danner freuen sich über das gute Spendenergebnis. Foto: Bernd Stache

Buchverkauf kommt gemeinnützigen Projekten in Paraguay zugute

Mellendorf (st). Der erfolgreiche Verkaufsstart seines neuesten Buches „Condor – Ferienflieger mit Tradition“ hat Buchautor Karl-Peter Ritter überrascht und zugleich besonders erfreut. Mit jedem verkauften Exemplar war ein zweckgebundener Spendenanteil in Höhe von einem Euro verbunden. Am Mittwochnachmittag konnte Ritter, von Beruf Flugkapitän, dem Verein „Indianerhilfe in Paraguay“ eine Einzelspende in Höhe von 5800 Euro übergeben. „Der Fluggesellschaft Condor hat das Buch so gefallen, dass sie jedem Mitarbeiter eines geschenkt hat“, erzählte der Autor. Neben diesen fünftausend seien inzwischen weitere achthundert Bücher verkauft worden. „Ich habe vier Jahre an dem Buch gearbeitet. Ich hatte von Anfang an dieses Projekt des Indianerhilfevereins für meine Spende im Auge, denn hier weiß ich, wo das Geld ankommt – es kommt der Schulbildung und medizinischen Versorgung zugute.“ Vor sieben Jahren hatte Ritter sein erstes Buchprojekt mit dem Titel „Northbound Lady – Mit dem letzten großen Trijet nach Alaska“ gestartet. „Dies Buch wurde erfolgreicher, als ich zunächst gedacht hatte. Mittlerweile sind über den Verkauf 2000 Euro an Spenden für den Verein Indianerhilfe in Paraguay zusammengekommen“, freute sich Buchautor Ritter. Große Freude löste die jüngste Spende auch wieder beim Indianerhilfeverein aus, dessen Geschäftsführer, Gerold Buhl, sich besonders bedankte. Anlässlich der Spendenübergabe hatte der Verein in die Bibliothek der katholischen Kirche in Mellendorf eingeladen. Neben dem Vereinsvorsitzenden Roland Danner war auch das Gründungsmitglied der Indianerhilfe in Paraguay e.V., Dr. Johannes Hesse, anwesend. Seit über 35 Jahren leistet der Mellendorfer Verein uneigennützige Hilfe für Indigene in Paraguay im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Hierbei wird er vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der niedersächsischen BINGO-Umweltstiftung unterstützt. Finanzielle Eigenleistungen des Vereins werden entsprechend gefördert: „Jede Spende, die uns erreicht, ist willkommen. Bringen wir beispielsweise einen Betrag von 1000 Euro auf, wird dieser vom BMZ um 3000 Euro aufgestockt“, erklärte Kassenwart Uwe Stoffers. Derzeit steht beispielsweise die medizinische Notfallversorgung für die Chiripa auf dem Projektplan des Indianerhilfevereins. „Der Neubau einer Landwirtschaftsschule in Chupa Pou im Osten Paraguays, wo die Hilfsmaßnahmen des Vereins einst ihren Ausgang genommen haben, ist in Planung“, berichtete der Geschäftsführer, der auf Spenden für weitere Hilfsprojekte hofft: „Die Hilfe für die Indigenen ist auch heute noch dringend nötig, da diese Menschen noch immer von der Zivilgesellschaft an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden“, erklärte Gerold Buhl.