Großer Andrang bei der Vernissage

Laudatorin Vera Burmester hält die Laudatio zur imago-Vernissage „Heimspiel“. Foto: B. Stache

Mehr als 100 Kunstinteressierte drängten zur Eröffnung

Bissendorf (st). Ein solch großer Besucherandrang zur Vernissage der Ausstellung „Heimspiel“ des imago Kunstverein Wedemark am Sonntagmittag im Bürgerhaus in Bissendorf hat selbst die Veranstalter überrascht. Mehr als 100 Kunstinteressierte drängten sich zur Eröffnung in den vereinseigenen Ausstellungsraum – manch ein Besucher blieb im Vorraum stehen oder machte es sich auf einer Bank und der Treppe bequem. Nach der Begrüßung durch die imago-Vorsitzende Ute Loewener hielt die hannoversche Künstlerin Vera Burmester die Laudatio. Sie hatte von 2000 bis 2006 Bildende Kunst an der Fachhochschule Hannover studiert. „Ich halte seit einigen Jahren mit großer Begeisterung Eröffnungsreden bei Vernissagen“, gestand sie. Entsprechend schwungvoll und kenntnisreich ging Vera Burmester dann auch in Bissendorf ans Werk bei der Vorstellung der zahlreichen Ausstellungsstücke und der 14 Kunstschaffenden „Sie begegnen hier in dieser Ausstellung 14 Sichten auf die Welt“, führte die Laudatorin aus. „Die Künstlerinnen und Künstler kommen aus den unterschiedlichsten Ecken der Bildenden Kunst. Wir treffen auf Bildhauer, Maler, Zeichner und Objektproduzenten. Jeder Künstler, jede Künstlerin offenbart uns hier den eigenen Kosmos, das eigene Verständnis von Formensprache und Ästhetik.“ Mit großer Empathie stellte Vera Burmester dann auch die einzelnen Werke vor. Bei den Zeichnungen von Agata Malek müsse sie an Synästhesie denken. „Synästhetiker können Musik sehen oder schmecken Farben. Bei diesen Blättern vor uns hören wir eindeutig die Zeichnung“, führte Vera Burmester beim Anblick von musizierenden Bläsern und Streichern mit ihren „anrührenden, roten Apfelbäckchen“ aus. Der Wedemärker Bildhauer Jürgen Friede ist in der Kunstausstellung mit zwei Skulpturen vertreten. Sie tragen die Titel „Wächter“ und „Kleine toxische Landschaft“. „Absolut stoisch wirken diese steinernen Zwillinge, sie strahlen einen unglaublichen Stolz und eine Stärke aus“, interpretierte die Laudatorin die „Wächter“. Zu den beiden Gemälden der Helstofer Künstlerin Karin Hess erklärte Vera Burmester: „Die Malerei wirkt ungemein harmonisch und berührt durch den Wohlklang der Farben.“ Zuvor hatte sie die Malerin mit den Worten „Mein täglicher Antrieb ist die Lust am Umgang mit Farbe“ zitiert und prompt geantwortet: „Ja, das sieht man!“. Die Ausstellung „Heimspiel“ wird noch bis Mittwoch, 13. Dezember, zu sehen sein: Dienstag bis Freitag von 11 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr, an Samstagen von 11 bis 13 Uhr sowie sonntags 15 bis 17 Uhr. Die Finissage ist für Mittwoch, 13. Dezember, 15 bis 17 Uhr terminiert. Auch an Kinder wendet sich der imago Kunstverein Wedemark und lädt zu einer besonderen Kunstveranstaltung ein. „Wir haben am Sonnabend, 2. Dezember, von 14 bis 15.30 Uhr eine Kinderkunstführung mit Anikó Dworok“, kündigte Vorsitzende Ute Loewener an.