Großer Jubel bei der SPD

Ausgelassene Freude beim Wahlsieger Helge Zychlinski (Mitte), Caren Marks und Tjark Bartels. Foto: B. Stache
 
Betretene Gesichter bei Dirk Hallmann (vorne) und seinen Parteifreunden angesichts des Wahlergebnisses bei der Bürgermeisterwahl. Foto: B. Stache

Helge Zychlinski wird neuer Bürgermeister der Wedemark

Wedemark (st). Die Bürgerinnen und Bürger der Wedemark haben entschieden: Helge Zychlinski (SPD) soll ihr neuer Bürgermeister sein. Gewählt wurde er für die kommenden acht Jahre. Helge Zychlinski konnte 51,8 Prozent, das heißt 6.262 der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen, für Dirk Hallmann stimmten 5.817 Bürgerinnen und Bürger (48,2 Prozent). Helge Zychlinski verfolgte die von der Gemeinde über das Internet eingespielten Ergebnisse auf einem Bildschirm im Ristorante Pinocchio Bella Vista in Bennemühlen. Unter den zahlreichen Gästen und ersten Gratulanten waren auch die Staatssekretärin Caren Marks sowie der frühere Bürgermeister Tjark Bartels. Aus Schwarmstedt kam Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs zum Gratulieren in die Wedemark und Regionspräsident Hauke Jagau übermittelte telefonisch seine Glückwünsche. „Ganz, ganz lieben Dank für das, was Ihr in den letzten Wochen und Monaten geleistet habt, wie Ihr diesen Wahlkampf begleitet habt. Dieser Erfolg ist unser gemeinsamer Erfolg“, rief der Wahlsieger Helge Zychlinski seinen Anhängern und seinem Wahlteam unter großem Beifall zu. Ein besonderes Dankeschön richtete er, sichtlich gerührt, an seine Ehefrau Daniela. Mit den Worten „Heute wird gefeiert, ab morgen gearbeitet“, richtete der zukünftige Wedemärker Bürgermeister seinen Blick nach vorn. Er lobte die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit im Rat mit den Grünen und der FDP, „die auch ihren Anteil an dem Erfolg haben, den wir heute hier feiern. Ich will ein Bürgermeister sein, der für alle Menschen in der Wedemark da ist. Ich möchte die Kolleginnen und Kollegen der CDU dazu aufrufen, jetzt gemeinsam mit uns hier in der Wedemark Kommunalpolitik zu machen. Ich wünsche mir sehr, dass wieder ein Stück weit abgerüstet wird und wir dann versuchen, ein neues Miteinander zu begründen.“ Anerkennende Worte fand er für seinen Mitbewerber um das Amt des Bürgermeisters, Dirk Hallmann (CDU), der einen fairen Wahlkampf geführt habe: „Da, wo wir aufeinandergetroffen sind, war das auch immer ein fairer Schlagabtausch.“ Caren Marks freute sich über den Wahlsieg ihres Büroleiters Helge Zychlinski, der seit 2002 für sie tätig ist: „Ich freue mich, dich auf diese Art und Weise als Mitarbeiter verloren zu haben. Ich hätte dich gerne behalten. Jetzt bist du mein Bürgermeister.“ Tjark Bartels gestand: „Ich war gern hier Bürgermeister. Erst jetzt habe ich das Gefühl, loslassen zu können.“ Von den 24.155 Wahlberechtigten hatten sich 50,5 Prozent an der Wahl beteiligt. Für Dirk Hallmann, der den Ausgang der Bürgermeisterwahl im Gasthaus Bludau in Wennebostel mit vielen Parteifreunden verfolgte, zu wenig: „Ich bin aus zwei Gründen natürlich enttäuscht, weil es offensichtlich nicht gereicht hat die Bürger von der Möglichkeit zu überzeugen, die Wedemark mit einem Blick von außen weiter zu gestalten. Mit einem hohen Maß an Offenheit und Unparteilichkeit. Ich bin zweitens sehr enttäuscht über die geringe Wahlbeteiligung. Ich kann nicht verstehen, warum nur so wenige zur Wahl gegangen sind. Es geht um die elementare demokratische Möglichkeit, sich direkt an kommunaler Politik zu beteiligen. Das ist offensichtlich von zu wenigen Menschen genutzt worden.“ Dirk Hallmann drückte seinen Dank aus an alle Wählerinnen und Wähler, die ihn gewählt haben. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei dem tollen Team der CDU in der Wedemark, das mir drei Monate lang unglaublich stark zur Seite gestanden hat und mir diese Aufgabe im Wahlkampf so leicht wie möglich gemacht hat.“ Dem Wahlsieger Helge Zychlinski wünschte er alles Gute für die neue Aufgabe. „Ich gratuliere ihm sehr herzlich zur Wahl und wünsche ihm, dass er mit viel Einfühlsamkeit diese Gemeinde Wedemark weiter voranbringt. Das wünsche ich auch insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern.“