Großzügige Spende für den WEISSEN RING

Dietmar Reyer nahm stellvertretend für den WEISSEN RING die für den Bereich Wedemark zweckgebundene Geldspende in Höhe von 1.000 Euro von Brigitte Dörfler (l.) und Irene Asche von den Frauen hannoverscher Freimaurer entgegen. Brigitte Dörflers Enkelinnen Patrizia (M.) und Marie begleiteten ihre Großmutter bei der Spendenübergabe. Foto: A. Wiese

Wedemärkerin Brigitte Dörfler trat stellvertretend für die Frauen hannoverscher Freimaurer auf

Wedemark (awi). Nur wenige Tage ist es her, dass Dietmar Reyer seine ehrenamtliche Arbeit für den WEISSEN RING, die Organisation, bei der Kriminalitätsopfer Hilfe finden, im ECHO vorgestellt hat. Auch die Möglichkeit, die Organisation mit Spenden zu unterstützen, hatte er da angesprochen. Am Montag konnte er aus den Händen von Brigitte Dörfler und Irene Asche von den Frauen hannoverscher Freimaurer bereits die erste Spende von 1.000 Euro – zweckgebunden für den hiesigen Bereich – entgegennehmen.
„Wir sind eine Gruppe von etwa 100 Frauen hannoverscher Freimaurer, die sich vor 36 Jahren vorgenommen hat, unschuldig in Not geratenen Menschen zu helfen. Um Gelder zusammenzutragen, haben wir beschlossen, dies über einen Basar zu erreichen. Dieser Basar ist immer am ersten Advent im Logenhaus der Freimaurerlogen in Hannover, Lemförderstraße“, berichtete die Bissendorferin Brigitte Dörfler über die Entstehungsgeschichte der großzügigen Spende. Über mehrere Etagen verbreite sich der Basar mit vielen Ständen und Angeboten der gehobenen Güte: Viel selbst Erarbeitetes, aber auch Flohmärkte, Bücher, Secondhand, Büfetts, Restaurant und Tombola, so dass ein lustiges Treiben herrsche. „Einen Erlös von 17.500 Euro hatten wir dieses Jahr“, freut sich auch Irene Asche. Ähnliche Ergebnisse seien es auch in den Vorjahren gewesen.
Mehrmals im Jahr beraten die Frauen über den Basar, Zuwendungen und Berichte über die Spendenweitergabe, die unmittelbar ohne Verwaltungsaufwand erfolgen muss. Viele der Frauen hätten direkte Beziehungen zu den Menschen beziehungsweise Gruppen, die bedacht werden, um beurteilen zu können, dass die Spende wichtig ist. „Als ich hörte, dass der WEISSE RING jetzt hier in der Wedemark mit einem Ansprechpartner vertreten ist, habe ich vorgeschlagen, 1.000 Euro kurzfristig Herrn Reyer für seine wichtige Arbeit zur Verfügung zu stellen“, erklärte Brigitte Dörfler: „Ich kenne Herrn Reyer seit langem und weiß, dass er sich kümmert, wenn er sich etwas auf die Fahnen geschrieben hat.“
Aus der Erfahrung heraus sind die Frauen der Freimaurer zum Splitten der Erlössumme gekommen, weil große Spenden nicht immer sorgfältig verwaltet werden könnten. Bedacht worden sind in den vergangenen Jahren bereits Frauenhäuser, ambulante und stationäre Hospize, Hausaufgabenhilfe und Mittagstische, das Zahnmobil, ein Altenheim für sozial schwache Bewohner, Wohngruppen mit behinderten Menschen, das Reiten für autistische Kinder, ein Gruppentreff für Demenzerkrankte, das Tschernobylferienprogramm, die Zeitung Asphalt, die ökumenische Suppenküche sowie die Gruppen ,Violetta‘ und ,Mentor‘. Im Laufe der Jahre wiederholten sich die Spenden an die Genannten, verschöben sich oder würden auch mal zugunsten anderer zurückgestellt. Viele seien allerdings kons-tant dabei. Der Basar der Frauen hannoverscher Freimaurer ist von Anfang an immer am ersten Advent von 10 bis 16 Uhr. Jedes Jahr kommen rund 600 Besucher. Die Basargemeinschaft besteht ausschließlich aus Frauen und Partnerinnen hannoverscher Freimaurer. Es sind keine aktiven Freimaurerinnen, die es ja außer den Freimaurern (Männern) auch seit langem gibt. „Wir sind die Frauen und Partnerinnen von arbeitenden Freimaurern (auch ehemaligen), die unregelmäßig einen Zusammenhalt pflegen, und es ist auch nur ein kleiner Teil, der den Basar betreibt. Die Männer unterstützen und helfen natürlich auch“, erzählten Brigitte Dörfler und Irene Asche.
Dietmar Reyer bedankte sich herzlich für die großzügige Spende, die zwar auf das Konto der Außenstelle Hannover-Land des WEISSEN RINGS überwiesen wird, aber definitiv von ihm für Opfer in der Wedemark und eventuell noch Langenhagen oder Garbsen verwendet werden wird. Denn wenn Geld auch nur ein kleiner Teilaspekt der Hilfestellung für Kriminalitätsopfer ist, kann es doch in manchen Fällen eine entscheidende Rolle spielen, erklärt der Scherenbosteler. So sei finanzielle Unterstützung zur Überbrück-ung von durch die Tat entstandenen Notlagen genauso wichtig wie die Übernahme von Anwaltskos-ten oder auch Erholungsmaßnahmen für Opfer und ihre Angehörigen in bestimmten Fällen. Darüberhinaus leisten die Mitarbeiter des WEISSEN RINGS menschlichen Beistand und persönliche Betreuung, begleiten die Opfer zur Terminen bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht und geben Hilfestellung im Umgang mit weiteren Behörden.