Grüne loben Raumordnungsprogramm

Wilhelm Lucka (links), Ingemar Becker und Kathrin Kuhfß am Donnerstagabend beim Pressegespräch im Airport Hotel „Brunnenhof“ in Bissendorf. Foto: B. Stache

Ingemar Becker: „Die Wedemark braucht kein Mittelzentrum“

Bissendorf (st). Die Gemeinderatsmitglieder der Grünen Wilhelm Lucka und Ingemar Becker hatten am Donnerstagabend zu einem Pressegespräch ins Airport Hotel „Brunnenhof“ in Bissendorf eingeladen. An dem Gespräch über das Thema Regionales Raumordnungsprogramm 2015 nahm auch die Grünen-Regionsabgeordnete und Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kathrin Kuhfß teil. „Wir wollen der FDP etwas entgegensetzen“, lautete die erste Botschaft und Begründung von Wilhelm Lucka. Die Fraktion der FDP im Niedersächsischen Landtag hatte im Oktober 2014 einen Antrag zum neuen Landes-Raumordnungsprogramm mit seinen Vorgaben zur regionalen Siedlungsentwicklung und Daseinsvorsorge eingebracht. Die Wedemärker FDP-Vorsitzende Andrea Giese und der FDP-Ratsherr Erik van der Vorm hatten im Februar 2015 dazu öffentlich erklärt, dass sie sich für die Wedemark den Status eines Mittelzentrums wünschen (Echo berichtete). „Die Raumordnungspläne der Landesregierung gehen an der Realität der Menschen vorbei und gefährden die Zukunftschancen des ländlichen Raums“, heißt es in dem Papier der Landes-FDP. Für die Grünen stellen sich die entsprechenden Pläne der Landesregierung in einem anderen Licht dar. „Wir sind mit den grundsätzlichen Zielen des Regionalen Raumordnungsprogramms zufrieden“, betonte Wilhelm Lucka. Die formulierten Ziele seien darauf ausgerichtet, den Gemeinden einerseits Entwicklung zu ermöglichen, aber auch die Herausforderungen des Klimaschutzes zu berücksichtigen. Bei allem was entwickelt wird, werde zudem darauf geachtet, den Flächenverbrauch einzuschränken. „Wir meinen, dass die Gemeinde Wedemark erhebliche Entwicklungsmöglichkeiten bekommen hat“, so Lucka. Er verwies darauf, dass es in der Wedemark mit Berkhof und Gailhof zwei Standorte mit der Schwerpunktaufgabe Sicherung und Entwicklung von Arbeitsstätten gebe. „Solche Schwerpunkte für Arbeitsstätten sind sonst eigentlich nur Mittelzentren zugesprochen worden und dort auch nicht einmal allen Mittelzentren“, machte Lucka deutlich. Ingemar Becker ergänzte: „Wir waren nie ein Mittelzentrum. Wir sind wirtschaftlich gut aufgestellt, haben einen sehr schönen Branchenmix und sind weiterhin ländlich strukturiert. Die Wedemark braucht kein Mittelzentrum.“ Er sieht auch so für die Wedemark weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Die Regionsabgeordnete Kathrin Kuhfß erklärte, dass sie die Region Hannover als Ganzes sehe. Jedes Gebiet in der Region bringe gewisse Standortvorteile mit sich. In der Diskussion gehe ihr der Solidargedanke verloren. Sie sprach sich für ein gemeinsames Wachstum in der Region Hannover aus.