Grüne: „Stromanbieter wechseln"

Der Windpark bei Meitze wird ausgebaut.

„Wir alle bezahlen zuviel für unseren Strom"

Wedemark. Das Duzend wird voll! Die große Friederike und ihre kleineren Schwestern bekommen Verstärkung; wenn die letzte „WEA“ (Windenergie Anlage) fertig ist, erzeugt der Meitzer Windpark mit zwölf Windrädern Ökostrom, teilt die Grüne Ratsfrau Hermine Rüfer mit. Ökostrom sei längst nicht mehr teurer als der Atom-Kohle-Mix, so Rüfer. Der kostete bei Eon-Avakon 18,85 Cent pro Kilowattstunde, seit Mai dieses Jahres dann schon 19,15 Cent pro Kilowattstunde, dazu kommen noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. Im Preis von 21,25 Cent pro Kilowattstunde von Naturstrom sei dagegen die Mehrwertsteuer schon enthalten. Überhaupt bezahlten viele Stromkunden überhöhte Preise, ist Rüfer überzeugt. Die Bundesgrünen hätten ein Gutachten zu den Strompreisen erstellen lassen. Danach würden niedrigere Einkaufspreise nicht an die Kunden weitergegeben. Im Gegenteil es habe sogar Strompreiserhöhungen gegeben. Die Preispolitik und ruppiger Kundendienst können durchaus Kunden verärgern. Diesem Ärger ist einfach abzuhelfen, so die Wedemärker Ratsfrau der Grünen: „Den Stromanbieter kann man leichter wechseln als das Hemd: Einfach einen neuen Anbieter aussuchen und beauftragen; der erledigt alle Formalitäten und teilt mit, ab wann er liefert. Der Liefertermin hängt ab von den Kündigungsfristen des alten Anbieters. Es kann keine „Stromlücke“ geben, denn der alte Anbieter muss versorgen, bis der neue liefert. Natürlich empfehlen wir Grünen den Wechsel zu einem Öko-Anbieter; das ist der private Atomausstieg!“