Grundschule Brelingen will Inklusion

Fritz Schöning (v. l.), Christa Bogenschütz, Helge Zychlinski und Jürgen Benk von der SPD sagten Brelingens Schulleiterin Doris Rommel sowie Doris Kersting und Schulleiterin Jana Semmeradt-Möller von der Berthold-Otto-Schule gestern die Unterstützung ihre

Antrag auf sonderpädagogische Grundversorgung am Dienstag im Schulausschuss

Brelingen (awi). Im Rahmen des mobilen Dienstes arbeiten die Grundschule Brelingen und die Förderschule Berthold-Otto bereits gut zusammen. Kinder mit offensichtlichen Defiziten können auf diese Weise über einen bestimmten Zeitraum in der Woche besonders gefördert werden und die Brelinger Grundschullehrer haben von Förderschullehrerin Doris Kersting bereits eine Menge gelernt. Doch Schulleiterin Doris Rommel und ihr Kollegium wollen mehr, sie wollen eine sonderpädagogische Grundversorgung für ihre Schule: 16 Stunden, das sind zwei Stunden pro Klasse, die jedoch individuell verteilt werden können. „Das wäre zumindest ein Anfang auf dem Weg zur Inklusion von benachteiligten Kindern“, ist Doris Rommel überzeugt und ihre Kollegin Jana Semmeradt-Möller pflichtet ihr bei. Ab nächs-tem Jahr sieht das Konzept der Landesregierung vor, dass die Förderschulen keine ABC-Schützen mehr aufnehmen sollen und diese mit entsprechenden Förderstunden durch das ausgebildete Lehrerkollegium der Förderschule in der Grundschule mit beschult werden soll. Aber die Grundschule Brelingen will darauf nicht warten und hat an die Gemeinde einen Antrag auf Finanzierung dieser 16 Stunden gestellt, der am Dienstag im Schulausschuss behandelt wird. Helge Zychlinski, Jürgen Benk, Fritz Schöning und Christa Bogenschütz von der SPD waren gestern Vormittag in der Grundschule Brelingen, um sich zu informieren. Der Vortrag von Doris Rommel, Jana Semmeradt-Möller und Doris Kersting überzeugte alle. „Wir werden Ihren Antrag unterstützen“, sagte der schulpolitische Sprecher der SPD, Helge Zychlinski zu. Da die SPD zusammen mit Grünen und FDP die Mehrheit in den Fachausschüssen, im VA und im Rat stelle, könne die Schule guter Hoffnung sein, so Zychlinski. Nach der Behandlung in den Fachausschüssen muss der Antrag noch den Verwaltungsausschuss und den Rat passieren. Die entsprechende Ratssitzung ist aber erst im März und die Landesschulbehörde muss für ihre Planung rechtzeitig ein Signal bekommen. „Spätestens nach der VA-Sitzung werden Sie dieses Signal von uns bekommen“, versprach SPD-Fraktionschef Jürgen Benk. Doris Rommel und Jana Semmeradt-Möller bedankten sich bei den Politikern: „Das macht uns Mut, dass die Kinder entsprechend ihren Voraussetzungen gefördert werden können.“ Mit der sonderpädagogischen Grundversorgung könnten verschiedenste Aufgaben wie auch Beratungsgespräche mit Eltern und Jugendamt sichergetellt werden.