Gut besuchte Ortsratssitzung

Ortsbürgermeister Jürgen Benk (links) leitet die gut besuchte 15. Ortsratssitzung im Gasthaus Goltermann in Elze. Foto: B. Stache
 
Ortsbürgermeister Jürgen Benk (stehend) eröffnet in Anwesenheit von Max Hüsken (links) vom Team Zentrale Dienste der Gemeinde Wedemark die 15. Ortsratssitzung im Gasthaus Goltermann in Elze. Foto: B. Stache

Ist Elze zu klein für einen großen Edeka-Markt?

Elze (st). Wer wissen wollte, was sich derzeit und in naher Zukunft in Elze tut, war gut beraten, an der 15. öffentlichen Sitzung des Ortsrates am Donnerstagabend im Gasthaus Goltermann teilzunehmen. Ortsbürgermeister Jürgen Benk informierte in Anwesenheit von Max Hüsken vom Team Zentrale Dienste der Gemeinde Wedemark die Ortsratsmitglieder und zahlreich anwesenden Einwohner unter anderem über den Sachstand zum geplanten Bau eines Edeka-Marktes in Elze. „Wir wollten eigentlich schon im November 2014 bei Edeka in Elze einkaufen“, erklärte Benk zu Beginn seiner Ausführungen. Gerichtliche Auseinandersetzungen und das Raumordnungsverfahren der Region Hannover hätten bis heute die Ansiedlung des Marktes verhindert. „Region und das Land Niedersachsen verweigern Edeka ihre Zustimmung für den Bau eines Marktes in der vorgesehenen Größe zwischen 1200 und 1400 Quadratmetern im Gewerbegebiet Farnkamp hier in Elze“, führte der Ortsbürgermeister aus. „Das Raumordnungsprogramm sagt, Elze sei zu klein und zu unbedeutend“. Daher benötige der Ort auch keine Einkaufsmöglichkeit in dieser Größenordnung. Edeka denke heute intensiv über eine Planung für Elze nach, die dem Raumordnungsprogramm gerecht wird. Das bedeutet einen Markt von 800 oder 900 Quadratmetern Grundfläche – dies widerspricht dem grundsätzlichen Konzept von Edeka, auch den Getränkemarkt im selben Gebäude unterzubringen. „Jetzt können wir wieder ein bisschen in die Zukunft gucken und hoffen, dass es funktioniert“, äußerte sich Jürgen Benk zuversichtlich. Zum Thema „Nutzungskonzept Alte Elzer Schule“ gab der Ortsbürgermeister bekannt, dass noch im Sommer 2015 mit EU-Geldern für die Dorferneuerung zu rechnen sei. Die alte Schule wird derzeit im Wesentlichen vom Männergesangverein, DRK, Verein Dorfbild Elze und der Volkshochschule genutzt. „Wir wollen den Charakter der Schule erhalten, aber nicht den Urzustand wieder herstellen. Der Aufwand wäre viel zu groß. Das wird kein Veranstaltungszentrum“, erläuterte Benk. Thematisiert wurden die Gewässerrandstreifen Große Beeke, die Bebauungspläne „Bäckkamp“, „Uferweg“ und „Südlich des Beekeweges“. Derzeit finden Gespräche zwischen der Gemeinde Wedemark und den Grundstückseigentümern des 4,5 Hektar großen „Bäckkamp“ statt, einem „attraktiven Filetstück in Elze“, wie es der Ortsbürgermeister formulierte. Seinen besonderen Dank sprach er allen an der Müllsammelaktion Beteiligten aus – besonders auch den Landwirten, die ihre Fahrzeuge zur Verfügung gestellt hatten und den freiwilligen Helfern, beispielsweise an der Essensausgabe, sowie der Freiwilligen Feuerwehr. Jürgen Benk brachte seine Freude über das Engagement von Klaus von der Brelie aus Meitze am „Runden Tisch“ zum Ausdruck. Der Runde Tisch kümmert sich um die Situation von Flüchtlingen in der Wedemark. „In Meitze wurde inzwischen eine Sammelstelle für Möbel, Fahrräder, Kinderwagen und alles, was man so zum Leben braucht, angemietet. Wer solches Gut für Flüchtlingsfamilien abgeben möchte, kann bei Klaus von der Brelie anrufen, Telefon (0 51 30) 79 03 27“, gab Jürgen Benk bekannt. Am Abend stimmten die Ortsratsmitglieder einer Vorlage zum Verkauf des Grundstücks „Schockwiesen“ einvernehmlich zu. Die zirka 800 Quadratmeter große Fläche war ursprünglich als Spielplatz geplant, sei aber mangels Interesse der benachbarten Anlieger nie als solcher hergerichtet worden. Das Grundstück steht in Bälde zum Verkauf, kündigte Benk an. Einstimmig nahm der Ortsrat auch die vorgestellte Verteilung von Ortsratsmitteln an. In diesem Jahr kommen insgesamt 4643 Euro überwiegend den örtlichen Vereinen und Verbänden zugute. Zum Abschluss der zweistündigen Sitzung fand ein Antrag auf Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Bereich zwischen Wasserwerkstraße, Kuckucksweg, Plumhofer Straße und In der Horst die Zustimmung aller Ortsratsmitglieder. Der Antrag wird nun an die Gemeinde Wedemark weitergeleitet.