Gymnasium entlässt 87 Abiturienten

Schulleiterin Swantje Klapper übergab das Abiturzeugnis an die beste Abiturientin des Jahrgangs, Ida Pawlak, Schnitt 1,2. Fotos: A. Wiese
 
Bester Abiturient am Gymnasium war Lauris Richter mit einem Schnitt von 1,3.
 
Chorleiter Christoph Badde mit dem Schulchor (Ausschnitt) des Gymnasiums bei der Gestaltung der Abientlassung am Sonanbend im Forum.

19 Schüler erreichen im Zeugnis einen Schnitt unter der Note 2

Mellendorf (awi). Am 20. Juni wurden die mündlichen Prüfungen in den schriftlichen Abiturfächern abgeschlossen. 87 Schüler am Gymnasium Mellendorf haben das Abitur 2018 bestanden, darunter 19 mit einer Durchschnittsnote besser als 2,0: Ida Pawlak (1,2), Lauris Richter (1,3), Lena Sophie Dombek (1,4), Caroline Marie Schmieta (1,4), Rebecca Kern (1,5), Maja Gursinsky (1,5), Inga Catharina Beulshausen (1,5), Tim Kirschke (1,5), Mia Piccinno (1.6), David Messow (1,6), Carsten Wendt (1,7), Gerit Neuenschwander (1,7), Katharina Fliege (1,8), Luca Pommerening (1,8), Moritz Mülke (1,8), Marlon Valentin Kahmann (1,9), Elina Muminovic (1,9), Charlotte Bergert (1,9), Juliane Galda (1,9)
Das Abitur am Gymnasium Mellendorf haben bestanden: Johannes Amt, Maja Bayer, Shakira Beck, Tom Becker, Johanna Beckmann, Charlotte Bergert, Carl Bergmann, Inga Catharina Beulshausen, Lena Böttcher-Kohnert, Gabriela Botezatu, Marie-Sofie Braune, Lasse Bruns, Veit Burger, Quentin Jose Castro Niemann, Marvin Cichowski, Lena Sophie Dombek, Jonathan Dumke, Chris-toph Evensen, Luca Louis Fischer, Katharina Fliege, Juliane Galda, Felix Max Geerken, Jakob Geisbrecht, Anton Göhlmann, Luis Gründker, Lea Sophie Gründler, Marie Carolin Guba, Maja Gursinsky, Eva Hakmann, Jonas Hellermann, Lea-Marie Hennigs, Leonie Ilsemann, Zarah Javid Milani, Janika Jürgensen, Marlon Valentin Kahmann, Lars Kazinski, Rebecca Kern, Lara Kindt, Tim Kirschke, Julian Kreft, Konstanze Krings, Leon Künker, Finn Marten Kumpe, Linus Luca Langenberger, Hanna Löding, Jan Lübben, Jasmin Lüßmann, Nele Lutter, Nils Lutter, Julian Paul Mai, Marcel Meißner, David Messow, Anna Lena Meyer, Marco Michalke, Moritz Mülke, Erik Sebastian Müller, Elina Muminovic, Gina Marie Napieraj, Jonas Naujokat, Gerit Neuenschwander, Mark Oppermann, Ida Pawlack, Marc Petelkau, Mathis Peter, Dominika Pfau, Hendrik Pflüger, Mia Piccinno, Antonia Pohl, Tom Polke, Luca Pommerening, Lauris Richter, Caroline Marie Schmieta, Gretha Schnieders, Julia Schwickart, Henry Sisolefsky, Vanessa Suhr, Carl Tauermann, Anke Thies, Friederike Thies, Karin Thies, Corvin Tolle, Victoria Sarah Vorwallner, Hannes Wanger, Kimberly Wehr, Inga Weiner,
Carsten Wendt, Antonia Zimmermann.
Die Begrüßung der Gäste und der Dank an alle, die letztendlich zum Gelingen dieser Abiturprüfung auf ihre Weise beigetragen haben, durch Schulleiterin Swantje Klapper dauerte fast länger als später ihre eigentliche Rede. Dass 87 Schüler 2018 mit dem Abitur in der Tasche das Gymnasium Mellendorf verlassen können, dazu haben unter anderem Kollegium, Tutoren, Jahrgangsleiter, Schulvorstand, Förderverein, Frühstücksmütter, Schulelternrat, Schülervertretung, Schulsekretärinnen, Hausmeister, Reinigungskräfte und Technik-AG beigetragen, betonte Klapper. Lob und Respekt zollte sie dem Abi-Motto dieses Jahrgangs: „Kohlrabi aus heimischem Anbau“ als Anspielung auf den ganz offensichtlich äußerst beliebten Jahrgangsleiter Wilhelm Heim. Für die Gemeindeverwaltung wandte sich Kämmerer Joachim Rose an die Abiturienten und ihre Eltern und sprach von einem Tag der Veränderungen. Für die Lehrer, die Abschied von ihren Schülern nehmen müssten, die ihnen ans Herz gewachsen und denen sie vieles beigebracht hätten, für die Eltern, die mitgelitten hätten während der Schulzeit allgemein und während der Abiturprüfungen insbesondere und deren Welt sich völlig verändern werde und natürlich auch für die Schüler, die an diesem Tag eine wichtige Phase ihres Lebens abschlössen und das Leben jetzt vor sich hätten. „Setzen Sie sich Ziele“, riet der Gemeindekämmerer den Abiturienten: „Große, aber auch kleine erreichbare Zwischenziele“. Die Fördervereinsvorsitzende Karen Drews war einmal mehr beeindruckt, wie viele Menschen sich zur Verabschiedung der
Abiturienten eingefunden hatten. Sie berichtete, dass sonst immer der zweite Vereinsvorsitzende Ingemar Becker, der selber einmal Schüler des Gymnasiums war, diese Rede gehalten habe, doch habe er sich aufgrund privater und beruflicher Verpflichtungen zurückgezogen. Neue zweite Vorsitzende sein Anna Hemme, geborene Pries, aus Mellendorf, ebenfalls Ex-Schülerin. „Sie haben jetzt Gelegenheit, zu zeigen, dass Sie auch außerhalb von Mathe lösungsorientiertes Denken gelernt haben“, wandte sich Drews an die Abiturienten und wünschte Ihnen: „Möge das Abitur der Anfang eines interessanten, erlebnisreichen und erfüllenden Weges für Sie sein!“
Einen prominenten Redner hatte der Abi-Jahrgang für die Elternrede gewinnen können: Professor Manfred Zimmermann, den bekannten Industriefotografen, der sich an diesem Tag über das Abi-turzeugnis seiner Tochter Antonia freuen durfte. Philosophisch widmete er sich zunächst der Überlegung, warum die Zeit gefühlt immer schneller vergehe und bot die „Kommunikationsdichte dieser Zeit“ als Lösungsansatz an. Er habe für sich mit 40 Jahren den Punkt erreicht gehabt, an dem er zugestanden habe, dass es ein Leben nach dem Tod gebe. Mit 50 Jahren „war alles ganz einfach“ und „heute, wenn kein Spiegel in der Nähe ist, bin ich zeitlos“. Den heutigen Abiturienten werde es genauso gehen: Heute erscheine ihnen das Leben endlos. Sie hätten ihr Ziel erreicht, alle Wege ständen ihnen offen. Neben Eltern und Großeltern gebe es noch viele Bausteine, die zu einem erfolgreichen Lebensweg beigetragen hätten, auch die Gemeinde Wedemark, in der sie aufgewachsen seien: „Ihr lebt hier auf einer kleinen Insel. Ihr werdet später merken, welche tolle Chance Ihr hattet, hier aufwachsen zu können.“ Er riet ihnen, „auf den Bauch zu hören und den Kopf entscheiden zu lassen“. Nur wer bereit sei, sich zu verlaufen, finde auch neue Wege. Zimmermann fand aber auch mahnende Worte: „70 Jahre Frieden sind eine tolle Leistung, aber es liegt an Euch, dass es so bleibt. Ich wünsche euch, dass Ihr den Frohsinn nie vergesst!“
Die Schülervertreter Marcel Meißner und Inga Beulshausen amüsierten das Publikum mit diversen Anekdoten aus dem Schülerleben und gestanden ein, dass sich im Laufe der Oberstufe nicht nur ihre Allgemeinbildung, sondern auch ihre geistige Reife entwickelt habe. Mit Blick auf die klimatischen Bedingungen ihres neuen Schulgebäudes merkten sie an, dass sie gelernt hätten, dass die billigste Variante nicht immer die beste sei und auch die Raumkapazitäten des neuen Gebäudekomplexes seinerzeit offensichtlich nicht wirklich sorgfältig geplant worden seien. Zum Schluss gab es noch ein dickes Lob für die Schulleiterin: „Frau Klapper ist das Beste, was dem Gymnasium Mellendorf passieren konnte. Sie kümmert sich um alles hier und kennt alle über 1.000 Schüler mit Namen.“