Gymnasium und IGS im Pflanzeinsatz

Marlon Rommel (v. r.), referiert unmittelbar von dem Pflanzen des Feldahorns über den Klimawandel, Jan Landman, Nadja Frerichs und die Schüler hören zu. Foto: B. Stache
 
Klimamanagerin Nadja Frerichs (rechts) lobt die Baumpflanzaktion als einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Foto: B. Stache

Schüler der Schulgarten AG stellen Klimabaum auf

Mellendorf (st). Zwei im Erdreich verlaufende Stromkabel und ein schwerer Stein verzögerten am Mittwochmorgen die gemeinsame Pflanzaktion des Gymnasiums Mellendorf und der IGS Wedemark nur kurzfristig. Auf Anraten der beiden Landschaftsgärtner Robert Rümmler und Dieter Block von Mull & Ohlendorf, Garten und Landschaftsbau aus Walsrode, verlegten die Schülerinnen und Schüler der Schulgarten AG das Pflanzloch für einen sechs Meter hohen Feldahorn (Acer campestre) mit wenigen Spatenstichen. Der klimaresistente Baum, geliefert von Warnecke Gartengestaltung aus Wennebostel, ist ein raschwüchsiges Gehölz und erreicht ein Alter von bis zu 150 Jahren. Zuvor hatte die Schulgarten AG bereits Beerenobst und weitere Bäume im Schulgarten auf dem Campus W gepflanzt. In Anwesenheit der Schulleiterinnen Heike Schlimme-Graab (IGS) und Swantje Klapper (Gymnasium), Christian Fraaß (Leiter Schulgarten AG) sowie der Umweltschutzbeauftragten Ursula Schwertmann begrüßte Thomas Warneke von der Gemeindeverwaltung zur Klimabaum-Pflanzaktion auf dem Campus W neben der Bushaltestelle am Hellendorfer Kirchweg. „Wir pflanzen heute an dieser Stelle einen Feldahorn, um dem Klimawandel entgegenzutreten“, erklärte er. Die Klimamanagerin Nadja Frerichs, die das Projekt Energiefüchse an KiTas und Schulen der Gemeinde Wedemark betreut, lobte die Baumpflanzaktion als einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Jan Landman vom Projekt Klimawandel und Kommunen (KuK), das unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil steht, wies auf die Folgen des Klimawandels und die Möglichkeiten zur Anpassung hin: „Das Pflanzen von Bäumen, die mit den zukünftigen klimatischen Bedingungen voraussichtlich besser zurechtkommen, mit den prognostizierten Starkregen-Ereignissen in den Wintermonaten, aber auch mit den Hitzespitzen in den Sommermonaten, macht Sinn. Der Feldahorn gilt als klimawandelresistent.“ Anschließend hielten die beiden Schüler des 12. Jahrgangs des Gymnasiums Marlon Rommel und Lukas Rifai einen Kurzvortrag über Ursachen und Folgen des Klimawandels. „Der Klimawandel ist ein großes Thema, mit dem wir uns alle beschäftigen müssen. Um diesen zu verstehen, muss man erst einmal den Treibhauseffekt kennen. Den gibt es schon ewig und der ist ganz wichtig für unsere Erde. Der sorgt dafür, dass wir hier leben können, dass wir Wärme auf der Erde haben“, formulierte Gymnasiast Marlon Rommel. Mitschüler Lukas Rifai gab praktische Tipps und erklärte: „Jeder von uns kann ganz persönlich etwas gegen den Klimawandel tun, indem man darauf achtet, zu Hause das Licht auszumachen und statt einer halben Stunde nur 10 Minuten duscht oder auch öfter einmal das Fahrrad benutzt.“ Beim Einkaufen sollte auch jeder auf regionale Produkte achten, da lange Transportwege unnötig viel CO2 erzeugten. Bevor der neue Ahornbaum eingepflanzt wurde, dankte Nadja Frerichs der Grünen-Fraktion, die Blumenzwiebeln für den Schulgarten gesponsert hatte sowie den Gemeindewerken Wedemark GmbH als Sponsor des Feldahorns.