„Hallengebühren im Konzept“

CDU sieht weitere Kosten auf die Sportvereine zukommen

Die CDU ging weit in die Vergangenheit zurück: 2006 habe er mit der FDP zusammen das Jahr mit 10 Millionen Euro Schulden abgeschlossen, so Fraktionschef Jörg Onnasch. Darin seien das Bürgerhaus und der Anbau für die Realschule enthalten gewesen. Ende 2008 seien es aber schoon 15 Millionen Euro Schujlden gewesen, 50 Prozent mehr in zwei Jahren. Er habe keine große Investiton gefunden, die die Ratsmehrheit in dieser Zeit getätigt habe, so Onnasch. Es habe nur kleine und mittlere Investitionen gegeben, vor allem im Hort- und Kita-Bereich und in die Mensa, und die habe die CDU mitgetragen. „Wir haben immer mitgefördert und die Projekte unterstützt“, wehrte sich Onnasch gegen den Vorwurf der Blockadepolitik. Doch der Personalhaushalt sei um 25 Prozent erhöht worden. Diese Kräfte könnten nicht alle auf Hort und Krippe entfallen. Er schrieb dies auf die Auflösung des Dezernatssystems, aber auch darauf, dass der Bereich Kultur in der Wedemark mit einer eigenen Kulturbeauftragten einen ganz anderen Stellenwert bekommen habe, der über dieBedürfnisse der Gemeinde hinaus gehe. „Wir brauchen hier keine Weltschauspieler. Frau Niehoff hat ihre Arbeit gut gemacht“, so Onnasch. Dass der Bürgermeister bei seinen vielen Vorhaben eine Assistentin brauche, müsse natürlich jeder verstehen. Die Diskussion um die Bauaufsicht habe die CDU von Anfang an skeptisch verfolgt und die Meinung vertreten, dies solle man bei der Region lassen. Die Behauptung, dass die zusätzlichen Personalkosten dafür wieder eingespielt würden, habe sich nicht bewahrheitet. Für den Baubereich seien drei Kräfte eingestellt worden, das koste 170.000 Euro im Jahr. Die Gemeinde habe Einnahmen in Höhe von 150.000 Euro gehabt, das sei ein Minus von 20.000 Euro. Dazu käme noch die räumliche Ausstattung für die Mitarbeiter plus Energiekosten. „Das alles ist völlig unnötig, das hätte die Region alles gemacht“, erklärte Onnasch.
Die Pro-Kopf-Verschuldung habe 2006 361 Euro pro Kopf betragen, im Jahr 2012 würden es 1300 Euro pro Kopf sein. „Das ist Fakt“, so der CDU-Chef, und es werde sicher noch mehr werden, weil die 31 Millionen für den Schulbau nicht ausreichen werden, davon könne man heute schon ausgehen. Das neue Schulzentrum sei ursprünglich im Sinne der CDU gewesen. Christiane Lüßmann habe sich an der Planung des Raumkonzepts beteiligt und die CDU habe das solange mitgetragen, bis klar gewesen wäre, dass die Kosten weit über die ursprünglich anberaumten 18 und später 20 Millionen Euro hinausgehen würden. Auch als der Bürgermeister verkündet habe, dass eiin Verwaltungsgebäude für 3 Millionen Euro ganz günstig mitgebaut werde könne, habe die CDU dafür gestimmt. Aber auch das sei dann immer teurer geworden. „Im Nachtragshaushalt stellte sich heraus, dass die Turnhalle weitere 3 Millionen, das Verwaltungsgebäude auf einmal 4 Millionen und die Schule 24 Millionen Euro kosten sollte, das war zuviel“, so Onnasch. Die CDU habe sich dann dafür ausgesprochen, das Raumkonzept für die Schule zusammenzustreichen und auf den Verwaltungsanbau zunächst zu verzichten. Aber das sei für die Ratsmehrheit und den Bürgermeister nicht diskutabel gewesen. „Man hätte von den 900 Quadratmetern für den musikschen Bereich 500 streichen können und immer noch genug Platz gehabt. Von den 1500 Quadratmetern für die Agora hätten auch 500 gereicht, da ja auch noch die Mensa neben an ist“, gab Onnasch seine Sicht der Dinge an. Bei 200.000 Euro Baukosten pro Quadratmeter wäre man dann wieder auf die Ursprungssumme zurückgekommen. Niemals habe sich die CDU jedoch für eine Reduzierung der Klassenräume oder deren Größe ausgesprochen. Das sei kompletter Blödsinn. Doch die Mehrheit habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt, sondern ihre Pläne nach dem Prinzip „Augen zu und durch“ durchgezogen. „Jetzt gehen wir ein Riesenabenteuer ein“, gab Onnasch der Ratsmehrheit mit auf den Weg.
Die Gemeinde Wedemark habe sich auch früher nicht über mangelnden Zuzug beklagen müssen. Hier habe es Besserverdienende, Mittelverdiener gegeben, die vor Ort Arbeit gefunden hätten und von zwei Gehältern gut hätten leben können. „Wir waren immer attraktiv, hatten viele Einrichtungen“, so der CDU-Chef. Wenn die Gemeinde jetzt wahrmache, was man dem Haushaltssicherungskonzept entnehmen könne, nämlich in absehbarer Zeit auch noch Gebühren von den Vereinen für die Nutzung der Sporthallen zu fordern, werde man das Rückgrat der Wedemark zerbrechen, denn dann gebe es für die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen keine Motivation mehr, ihre Freizeit den Kindern zu widmen und diese von der Straße zu holen. Gefrustet seien viele Trainer jetzt schon, da sie keine oder nur sehr späte Hallenzeiten in den Schulsporthallen zur Verfügung hätten und nicht genug trainieren könnten.