Halloween-Haus grüßt Gruselfreunde

Halloween-Fan Sanra von Issem auf ihrem VIP-Friedhof.

Seit zehn Jahren sind Spinnen, Geister und Hexen bei Sandra von Issem Pflicht

Gailhof (awi). Fellspinnen hängen in riesigen Spinnennetzen, eine Grabplatte verschiebt sich lautlos, darunter blinkt es bunt, ein Totenkopf taucht wie von Geisterhand gesteuert hinter einem Grabstein auf dem Friedhof auf, der von einem gruseligen Friedhofswächter bewacht wird, im Carport ist ein Halloween-Schrein aufgebaut und über dem Feuer wird gerade Blutsuppe gekocht. Wo kann das sein? Natürlich in Gailhof, am Barloh 13 bei Sandra von Issem. Seit zehn Jahren inszeniert die Elektrikerin in ihrem Garten und an ihrem Haus jedes Jahr von Ende Oktober bis Anfang November ein Halloweenspektakel, wie es in Amerika nicht schöner sein könnte. Und ein paar Ursprungsideen hat sie sich auch aus Amerika geholt, räumt Sandra von Issem ein. Aber dann entwickelte sie selbst eine Idee nach der anderen, besorgte sich Unmengen von Styropor und Farbe und jedes Jahr kommt ein neues Detail hinzu: entweder auf dem VIP-Friedhof oder am Haus, im Garten oder im Carport. Ursprung der Idee war vor zehn Jahren der Wunsch ihrer damals achtjährige Nichte, die Harry-Potter-Filme sehen zu dürfen. Durfte sie aber nicht. Da tröstete die Tante die Kleine mit der Aussicht auf eine Mega-Gruselparty: Sie schmückte Haus und Garten halloweenmäßig und deklarierte Nudeln in Tomatensauce als „Maden in Käferblut". Der Grundstein war gelegt und jedes Jahr fiel Sandra von Issem etwas Neues ein. Ihre Nachbarn nehmen es teilweise mit Humor und finden den Zauber gut, andere ertragen es stillschweigend, in der weisen Voraussicht, dass der Spuk auch bald wieder vorbei ist. Natürlich hat Sandra von Issem, die beim Auf- und Abbauen tatkräftig von ihrem Lebensgefährten unterstützt wird, auch bereits – im privaten Kreis – eine Halloweenparty gefeiert. Der Öffentlichkeit macht die Künstlerin ihr Spektakel gerne auch über das, was von der Straße aus zu sehen ist, hinaus zugänglich, bittet aber drum, dass, wer das Grundstück betritt, kurz klingelt und Bescheid sagt, dass er beispielsweise das Carport besichtigen möchte, das mit schwarzem Flattervorhang verhängt ist.