Hartmut Jagau wiedergewählt

Die sechs Geehrten und Beförderten der FFW Abbensen beim Gruppenfoto mit Hartmut Jagau (von links) und Horst Holderith sowie Christoph Boss (von rechts) und Achim Knorr. Foto: B. Stache
 
Ortsbrandmeister Hartmut Jagau (stehend) leitet die Jahreshauptversammlung der FFW Abbensen im Dorfgemeinschaftshaus. Foto: B. Stache

Beförderungen und Ehrungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Abbensen

Abbensen (st). Hartmut Jagau, seit 24 Jahren Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Abbensen, wurde während der Jahreshauptversammlung am Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus für weitere sechs Jahre gewählt. Der 57-Jährige tritt damit die fünfte Amtszeit an. In seinem Jahresbericht konnte der dienstälteste Ortsbrandmeister der Wedemark auf ein erfolgreiches und forderndes Jahr zurückblicken. „Wir haben im Jahr 2017 mit unseren Gruppen 3153,5 Dienststunden abgeleistet. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 522 Stunden Ausbildung und Lehrgänge, 184 Stunden Altersgruppe, 207 Stunden Kommando. Allein die Erste Gruppe hat 2240,5 Stunden geleistet. Wir sind 36 Aktive und 162 passive Mitglieder“, zählte Ortsbrandmeister Hartmut Jagau auf. In seinem Bericht, den er mit einer Powerpoint-Präsentation visualisierte, erinnerte er an die vielfältigen Aktionen und Einsätze der FFW Abbensen. „Im Juli waren wir mit der Bereitschaft in Hildesheim beim Hochwassereinsatz.“ Detailliert schilderte er auch die verschiedenen Feuerwehreinsätze unter anderem bei Unfällen auf der BAB 2, zur Beseitigung von Sturmschäden und bei Gebäudebränden. Insgesamt je acht technische Hilfeleistungen und Brandeinsätze sowie zwei Alarmierungen durch Rauchmelder – 272 Einsatzstunden – wurden 2017 verzeichnet. Dazu kamen Aus- und Weiterbildungen für Maschinisten, Atemschutzgeräteträger, ein Funklehrgang, Fahrsicherheitstraining und Wald- und Flächenbrandbekämpfung. Zu den „Pflichtveranstaltungen“ gehörten beispielsweise Osterfeuer, Schützenfest mit Umzug, Weihnachtsmarkt und Laternenumzug des Kindergartens. Lobende Worte fand Hartmut Jagau auch für die Arbeitgeber, die den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr die Teilnahme an Lehrgängen ermöglichen. An seine Feuerwehrkameraden gerichtet, erklärte er: „Danke, ich kann mich auf euch verlassen. Ohne die Leistungsträger wäre vieles nicht möglich.“ Für dieses Jahr kündigte der Ortsbrandmeister eine öffentlichkeitswirksame Übung an, um für den ehrenamtlichen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr zu werben. Jugendfeuerwehrwart Christopher Kappus berichtete der Versammlung bei seinem Jahresrückblick, dass die 18 Mitglieder der Jugendfeuerwehr 2137 Stunden geleistet haben. Die Gruppe aus elf Jungen und sieben Mädchen waren beim Feuerwehr-Basketballturnier erfolgreich und belegten mit einer gemischten Gruppe Platz eins. Beim Völkerballturnier kam Abbensen auf den dritten Platz. Zu den weiteren Aktivitäten zählten der Umwelttag, Osterfeuer, Schützenfest und Laternenumzug. Christopher Kappus dankte für zahlreiche Spenden und sonstige Unterstützung der Jugendarbeit. Vier Beförderungen konnte Ortsbrandmeister Hartmut Jagau durchführen: Angelika Schneermann zur Hauptfeuerwehrfrau, Hendrik Wienhöfer und Marvin Peters zum Oberfeuerwehrmann sowie Tim Hopfenbach zum Feuerwehrmann. Dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister Christoph Boss war es vorbehalten, Heinz Berger für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr auszuzeichnen. Günter Gleue wurde für 60 Jahre in der FFW geehrt. Den Reigen der Grußworte eröffnete Joachim Rose als Repräsentant der Gemeinde Wedemark. Der Kämmerer hatte allerlei Zahlen mitgebracht. „Wir haben für die Feuerwehren im letzten Jahr rund 900 000 Euro ausgegeben – für Feuerwehrgerätehäuser, Fahrzeuge, Betriebskosten, Personalaufwendungen. Für die Beschaffung neuer Gegenstände haben wir rund 500 000 Euro ausgegeben“, berichtete er. Im Haushalt 2018 sind mehr als zwei Millionen Euro an Investitionen für die FFW vorgesehen. Joachim Rose dankte den 50 Feuerwehrkameraden, die im vergangenen Jahr an der Truppmannausbildung teilgenommen hatten. „Ich bin beeindruckt, was Sie in Ihrer Freizeit als Ehrenamtliche für uns machen. Das ist nicht nur etwas, das der Gefahrenabwehr, dem Brandschutz dient, sondern auch der Dorfgemeinschaft.“ Ortsbürgermeister Peter Reuter schloss sich dem Lob für das ehrenamtliche Engagement an. Wolfgang Kasten kündigte als Vorsitzender des Ausschusses für Feuerschutz und Öffentliche Ordnung an, mit allen Ausschussmitgliedern die Feuerwehrgerätehäuser in der Wedemark zu besuchen. Der 1. Vorsitzende des Schützenvereins Tyrol-Abbensen von 1901, Ingo Aßmus, lobte besonders die Zusammenarbeit mit den Feuerwehrkameraden bei gemeinsamen Veranstaltungen im Ort: „Ich hoffe, dass es auch im nächsten Jahr so bleibt.“ Sehr persönliche, anerkennende Worte fand Abschnittsleiter Horst Holderith in seinem Grußwort für alle Kameraden, die im Juni 2017 beim Hochwassereinsatz in Hildesheim dabei waren. „Mein ganz persönlicher Dank dafür, dass das so gut funktioniert hat.“ Auch der Hildesheimer Landrat habe festgestellt, dass dort gute Arbeit geleistet wurde. „Wir können uns aber auch noch verbessern“, stellte Horst Holderith selbstkritisch fest. Für das Gemeindekommando informierte Christoph Boss über die aktuelle Beschaffung von vier Großfahrzeugen für die FFW. Er erinnerte an die erfolgreiche Heißluftausbildung in Elze und das Sicherheitstraining beim ADAC. Er dankte der FFW Abbensen für ihre Einsatzleitunterstützung in der gesamten Wedemark. Mit dem Hinweis auf Behinderungen durch rücksichtslose Mitbürger bei Feuerwehreinsätzen richtete Christoph Boss abschießend einen eindringlichen Appell an alle: „Kommt heile von den Einsätzen wieder, kommt aber bitte auch heile dort an.“ Kameraden der FFW Duden-Rodenbostel bewirteten die Versammlungsteilnehmer mit Getränken. Die Landschlachterei Backhaus aus Brelingen hatte das warme Abendessen vorbereitet.