Haydn-Messe zum Patrozinium

Auf der Empore der katholischen Kirche waren die beiden Chöre versammelt und begleiteten die Sonntagsmesse mit der Orgelmesse von Joseph Haydn. Foto: L. Irrgang

Kirchenchor und Bissendorf sangen gemeinsam

Mellendorf (ig). Es war bereits das zweite Mal, dass der gemischte Chor aus Bissendorf und der Chor der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Immaculata Mellendorf gemeinsam sangen. Am vergangenen Sonntag in der sehr gut besuchten St. Maria Immaculata-Kirche sangen die rund 45 Sänger und Sängerinnen anlässlich der Feier des Patroziniums uns somit anlässlich des Hochfestes, an dem der oder die Heilige gefeiert wird, dem die Kirche geweiht ist.
Die von Pfarrer Stefan Hesse geleitete Messe wurde so auch musikalisch zu einem vorweihnachtlichem Höhepunkt. Denn die beiden Chöre boten mit der Haydn-Orgelmesse „Missa brevis St. Joannis de Deo“ eine bewegende musikalische Untermalung der Messe am dritten Adventssonntag. Mit dieser Messe wurde gleichzeitig auch das Patrozinium gefeiert, das Hochfest der Schutzheiligen der Kirche. Pfarrer Hesse machte in seinen Ausführungen die Bedeutung des gesamten Namens der katholischen Kirche in Mellendorf deutlich. „Immaculata; viele verstehen dies oft als Beinamen, aber dabei ist es doch vielmehr ein Titel.“ Man könne es als Maria, die unbefleckt empfangen hat, übersetzen, „einem Bildnis, mit dem man in unserer heutigen Zeit mitunter kaum etwas anfangen kann.“ Pfarrer Hesse führte den Gottesdienstbesuchern in seinen Worten dann jedoch in diesem Zusammenhang vor Augen, wie Sünden und Schuld verteilt sein können, „nämlich als mitunter blinde Flecken, die sich auf unser Leben auswirken können.“
Zum Abschluss der Messe dankte Hesse den Sängerinnen und Sängern der Chöre, sowie Anna Mittner und Gleb Lagutin, welche die Chöre an der Geige begleiteten, der Sopranistin Stefanie Blänkner und Rüdiger Jantzen an der Orgel. Der lang anhaltende und laute Applaus zeigte, wie sehr die Orgelmesse den Gottesdienstbesuchern gefallen hatte. „Dass es gefallen hat, ist offenbar keine Einzelmeinung“, freute sich Pfarrer Hesse.