Hegering Wedemark ehrt langjährige Mitglieder

Folke Hein (rechts) informiert die Versammlungsteilnehmer über Maßnahmen zum Schutz gegen die Afrikanische Schweinepest. Foto: B. Stache
 
Hegeschau zur Jahreshauptversammlung 2018 des Hegering Wedemark im Gasthaus Bludau in Wennebostel. Foto: B. Stache

Vorträge über Munitionskunde und Afrikanische Schweinepest interessieren

Wennebostel (st). Der Vorsitzende des Hegering Wedemark Henrik Bardeck hatte zur Jahreshauptversammlung mit Hegeschau im Gasthaus Bludau in Wennebostel zahlreiche Ehrungen für langjährige Mitglieder mitgebracht. Die Jäger Klaus Breitkopf, Jan-Hendrik Dierksen, Harald Knibbe, Bernd-Georg Pietras, Peter Stöver und Ralf Wöhler gehören dem Hegering seit nunmehr 25 Jahren an. Jörg Baumgarte und Hartmut Pflüger sind seit 40 Jahren Mitglied, Horst Grotzke, Hans-Ludwig Hapke und Bernd Woltmann seit 50 Jahren. Dem Hegering Wedemark gehören aktuell 229 Mitglieder an, im Jahr 2017 konnten 14 neue dazugewonnen werden. Die Jahreshauptversammlung war darüber hinaus geprägt von zwei Vorträgen. Eine gute Stunde lang sprach der in Norddeutschland beheimatete Jäger Friedel Siekmeier über das Thema „Anwendung bleifreier Büchsenmunition bei der Jagd auf Schalenwild“. In seinem von aussagekräftigen Bildern begleiteten Vortrag ging er unter anderem auf die Wirkungsweise verschiedener bleifreier Geschossarten ein und gab der anwesenden Jägerschaft hilfreiche Tipps für die Nutzung solcher Munition. Dabei konnte Friedel Siekmeier auf eigene, jahrelange Erfahrungen zurückgreifen. „Ziel ist und bleibt der waidgerechte Schuss“, appellierte er an alle. „Die Freude an der Jagd wird auch bleifrei nicht auf der Strecke bleiben“, lautete das Schlusswort seiner fachlichen Ausführungen. Nach dem Bericht des Hegeringleiters Henrik Bardeck informierte Folke Hein, ehemaliger Hegeringleiter, ausführlich und kenntnisreich über die Afrikanische Schweinepest (ASP). Dabei beleuchtete er die aktuelle Situation der in Tschechien und Polen bereits nachgewiesenen, bei den Tieren tödlich verlaufenden Viruserkrankung. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar. Das Risiko, dass sich die ASP nach Deutschland ausbreitet, schätzt das Friedrich-Löffler-Institut derzeit als hoch ein. Auch Folke Hein ist davon überzeugt, dass dies früher oder später der Fall sein wird. Da es keinen Impfstoff zum Schutz der Nutztierbestände gibt, ist nach Ansicht von Experten vor allem die präventive Reduzierung der Wildschweinpopulation maßgebend für die Bekämpfung des Eintrags der ASP, heißt es dazu in einer Veröffentlichung aus dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Für die Prävention und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest stellt das Land Niedersachsen mit dem Ende Februar 2018 beschlossenen Nachtragshaushalt zusätzlich rund vier Millionen Euro zur Verfügung. Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast erklärte dazu: „Diese Mittel sind in Anbetracht der von Osteuropa weiter vorrückenden Tierseuche dringend notwendig. Ein Ausbruch der ASP in Niedersachsen hätte milliardenschwere wirtschaftliche Folgen – ganz zu schweigen vom großen Tierleid, das mit einem Ausbruch in den betroffenen Gebieten einherginge." Folke Hein erläuterte zudem zwingend erforderliche Präventivmaßnahmen, wie beispielsweise vermehrte Abschüsse bei Wildschweinen und häufigere Treibjagden, die effektiver seien. Er sprach auch das Thema revierübergreifende Jagden an und erläuterte Gesetzesanpassungen zum Schutz vor der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Die Jagdhornbläser des Jagd- und Hegekonvent unter Leitung von Immo Ortlepp bereicherten die Versammlung mit Jagdhornsignalen.