Heimatmuseum plant bis 2017

Karl-Hans Konert (Mitte) leitet die Versammlung des Richard-Brandt-Heimatmuseums Wedemark in der Brelinger Mitte. Foto: B. Stache

Gründung eines Vereins könnte die Attraktivität noch steigern

Brelingen (st). Zur „auswärtigen“ Besprechung waren Teammitglieder des Richard-Brandt-Heimatmuseums Wedemark in der Brelinger Mitte zusammengekommen, um aktuelle Projekte zu besprechen und für die Zukunft zu planen. Karl-Hans Konert, Leiter des Museums in Bissendorf, konnte mit dem Ergebnis zufrieden sein: dank engagierter Mitarbeit wurden alle Projekte unter Dach und Fach gebracht. Bei dieser zweiten Sitzung des Teams außerhalb des Museums – die erste hatte in Elze stattgefunden – stand die Planung der Sonderausstellungen für die kommende Adventszeit sowie im Frühjahr 2017 im Mittelpunkt. Die Weihnachtsausstellung wird voraussichtlich von Sonntag, 4. Dezember 2016, bis Sonntag, 8. Januar 2017, geöffnet sein. Sie widmet sich dem Lebenswerk des Anfang diesen Jahres verstorbenen Erfinders Professor Artur Fischer, dessen „fischertechnik“ Weihnachten 1965 seine Premiere feierte. Die ersten 1000 fischertechnik-Baukästen hatte er der "Aktion Sorgenkind" gespendet. Die ursprünglich nur als Weihnachtsgeschenk für Kunden und Geschäftspartner der Fischerwerke gedachten technischen Baukastensysteme entwickelten sich bis in die heutige Zeit zu einem weltweiten Verkaufsschlager. Die Besucher der Weihnachtsausstellung im Richard-Brandt-Heimatmuseum dürfen sich auf zahlreiche fischertechnik-Exponate freuen, die von Bastlern aus ganz Norddeutschland hierfür zur Verfügung gestellt werden. Im Frühjahr 2017 wird sich das Richard-Brandt-Heimatmuseum den Mühlen in der Wedemark widmen – den noch existierenden, aber auch den längst aus der Landschaft verschwundenen. „Im Zentrum soll dabei die Abbenser Mühle stehen, deren Schicksal immer noch nicht klar ist“, erklärte Museumsleiter Karl-Hans Konert. „Vielleicht kann diese Ausstellung dazu beitragen, dass diese sehr erhaltenswerte Mühle doch noch gerettet werden kann.“ Das Museumsteam plant zu dieser Ausstellung auch begleitende Veranstaltungen, wie Vorträge und eine Mühlentour zu jetzigen und früheren Standorten von Wind- und Wassermühlen. Aus dem Kreis der Teammitglieder kam am Abend die Anregung, zur Unterstützung der Museumsarbeit einen eingetragenen Verein zu gründen, der mit seiner Arbeit dazu beitragen könne, das Museum noch attraktiver zu gestalten. Einem Förderverein wäre es leichter möglich, sich um Spenden zu bemühen, die dann direkt in die Gestaltung des Museums fließen oder beim Erwerb besonders wichtiger Exponate helfen könnten. Sobald einige noch offene Fragen geklärt sind, könne die Gründung erfolgen, waren sich alle einig. Einigkeit bestand auch darin, weiterhin zweimal im Jahr die historischen Weiterbildungen für das Museumsteam durchzuführen. Ein Ausflug zum Museumshof Winsen in Winsen (Aller) mit anschließender Besichtigung der Stechinelli-Kapelle in Wieckenberg ist für Mittwoch, 13. Juli 2016, geplant. Gäste sind willkommen. Das Museumsteam wird die „auswärtigen“ Besprechungen fortsetzen, nächster Versammlungsort soll Mellendorf sein.