„Heimische Raubtiere“ im Mooriz

Künstler Dietmar Reddig aus Bissendorf freute sich über die gute Besucherresonanz bei der Vernissage am Sonntagmittag im Moorinformationszentrum in Resse. Fotos: A. Wiese

Dietmar Reddig hat Gefallen am künstlerischen Werken gefunden

Resse (awi). Seine erste Ausstellung mit Aquarellzeichnungen von heimischen Vögeln hatte Dietmar Reddig vor einigen Monaten in der Mellendorfer Volksbank. Für seine zweite Ausstellung mit Aquarellen heimischer Raubtiere wählte er mit dem Moorinformationszentrum in Resse einen noch passenderen Hintergrund. Das Team des Mooriz war auf den Grafikdesigner, der seit einiger Zeit seine Liebe zum Malen wiederentdeckt hat, zugekommen und hatte ursprünglich angefragt, ob die heimischen Vögel oder „Piepmätze“, wie der Künstler selbst sie liebevoll nennt, nicht noch einmal im Mooriz präsentiert werden könnten. Der hatte jedoch eine bessere Idee und bot dem Verein Bürger für Resse stattdessen die Serie mit den heimischen Raubtieren an. Die Vögel hängen aber auch in den Seitengängen. Schließlich ist im Mooriz genügend Platz. Und der Adlerkopf weist auch bereits auf die dritte in Arbeit befindliche Serie des Bissendorfers hin, der so geschickt mit dem Pinsel umzugehen weiß, dass man sich von den Tieren auf den Bildern regelrecht beobachtet wähnt, wie es Renate Wiegand von der Kulturabteilung des Mooriz ausdrückte. Maler Reddig sei den Tieren buchstäblich auf den Pelz gerückt, so Wiegand und bedankte sich für die beeindruckende Ausstellung. Dietmar Reddig selbst bedankte sich für die Einladung und erklärte, er fände es „unglaub-lich spannend“, Gefieder und Fell zu malen. Er schaue sich die Fotos, nach denen er seine Motive male, sehr lange und intensiv an und versuche, sie geradezu mit den Augen zu ertasten.
„Das Bild muss im Kopf fertig sein, dann geht es über die Schulter und den Arm in die Finger“, erklärte der Künstler bei der Vernissage am Sonntag. Er bedankte sich bei seiner Frau und seinem Geschäftspartner Sascha Franke für die Unterstützung, um ihm das Malen zu ermöglichen und freut sich bereits auf die Greifvogelserie, für die er demnächst eine Raubvogelwarte besuchen wird.