Heißausbildung bei der FFW Elze

Christoph Boss (vorne, links) und Benjamin Meyer besprechen den nächsten Übungsdurchgang für einen Atemschutztrupp, während zwei Feuerwehrkameraden (oben) die Station „brennende Treppe“ im Auge behalten.

50 Wedemärker Atemschutzträger durchlaufen realitätsnahen Parcours

Elze (st). Am Sonnabend durchliefen 50 Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr Wedemark im Rahmen ihrer Ausbildung einen besonders realitätsnahen Parcours – in einer mobilen Brandübungsanlage. Diese war vor dem Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) Elze vorgefahren. „Wir haben die Anlage in diesem Jahr zum zweiten Mal zur Verfügung“, erklärte FFW-Pressesprecher Benjamin Meyer. „Geübt werden unter anderem das Vorgehen im Innenangriff, Handling des Strahlrohrs und Kommunikation im Atemschutztrupp.“ In diesem Brandcontainer können verschiedene Situationen eines Innenangriffs trainiert werden. „Das Besondere daran ist, dass wir echtes Feuer mit entsprechender Wärmeentwicklung haben, die in die Nähe der Hitze bei realen Einsätzen kommt“, beschrieb Benjamin Meyer das Szenario. Bei der Übung gehen immer zwei Feuerwehrkameraden als Trupp zur Heißausbildung in den Container. Die erste Station wird vom Containerdach aus erreicht. Dort heißt es, nach Öffnen einer Tür den realitätsnah simulierten Treppenbrand zu bekämpfen. Im unteren Teil der Brandübungsanlage erwartet den Trupp eine weitere Aufgabe: das Schließen eines brennenden Gasschiebers. Nach dem Öffnen einer weiteren Tür, die in das mit Schrank und Sofa ausgestattete „Wohnzimmer“ des Brandcontainers führt, kann das Ausbildungsteam einen sogenannten Flashover simulieren. Hierbei entzünden sich sämtliche brennbaren Oberflächen explosionsartig zu einem vollentwickelten Brand. Die beiden Atemschutzträger trainieren in dieser Situation die Eigensicherung mithilfe des Strahlrohrs. „Wichtig ist immer, auch den Rückzug im Auge zu behalten und zu sichern“, betonte Pressesprecher Benjamin Meyer. Als Ausbilder für das Training in der mobilen Brandübungsanlage standen zwei Kameraden aus Elze und vier aus Mellendorf zur Verfügung. „Diese Ausbildung ist für unsere Atemschutzträger besonders hilfreich. Um für mögliche Einsätze die erforderliche Routine zu bekommen, nutzen wir diese gute Ausbildungsmöglichkeit“, erklärte Christoph Boss, stellvertretender Gemeindebrandmeister der Wedemark.