Henry Wanyoike läuft mit den Schülern

„Das müssen wir unbedingt mal wieder machen“, hieß es am Gymnasium, als der blinde Marathonläufer Henry Wanyoike aus Kenia vor einigen Jahren in der Wedemark Station machte und mit den Schülern des Gymnasiums damals auf dem Sportplatz lief.

Bengt Pflughaupt stellte die Verbindung her – ECHO schreibt Wanderpreis aus

Wedemark (awi). Der Journalist und Autor Bengt Pflughaupt brachte den blinden Marathonläufer Henry Wanyoike seinerzeit in die Wedemark. Der Kenianer signierte hier seine von Pflughaupt niedergeschriebene Lebensgeschichte und drehte mit Mellendorfer Gymnasiasten seine Laufrunden auf dem Sportplatz. Schon damals war man sich einig, dies eines Tages zu wiederholen. Am Freitag, 30. April, ist es soweit: Henry Wanyoike, der beim Hannover-Marathon am Sonntag die Halbmarathon-Strecke läuft, ist erneut am Gymnasium zu Gast.
Bengt Pflughaupt ist allerdings nicht mehr dabei. Der Journalist starb im September letzten Jahrens im Alter von nur 49 Jahren. Doch sein Name wird in der Wedemark präsent bleiben: Am Freitag, dem Tag, wo Henry Wanyoike erneut mit den Mellendorfer Gymnasiasten läuft, ist nach fast zwei Monaten Abgabeschluss für einen Wettbewerb um den Bengt-Pflughaupt-Preis. Das ECHO hat diesen Preis um die beste Nachwuchs-Reportage mit sozialem Hintergrund zusammen mit dem Förderverein des Gmynasiums für die oberen Klassen des Gymnasiums ausgeschrieben. Die beste Reportage wird im ECHO veröffentlicht, dem Sieger winkt zu dem ein vom Förderverein gesponsertes Seminar für Nachwuchsjournalisten als Preis. Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen einer kleinen Feier am 9. Juni im Gymnasium statt und soll zugleich bei diesem ersten Mal an Bengt Pflughaupt erinnern. Der Preis soll von nun an jährlich ausgeschrieben und die Siegerehrung dann jedes Jahr einem anderen sozialen Schwerpunktthema gewidmet sein. Das Buch über das Leben Henry Wanyoikes war für die Teilnehmer an diesem Wettbewerb eine wichtige Orientierungshilfe, in welchem Stil man sich einem sozialen Thema widmen kann. Die Betreuung Henry Wanyoikes und seines Führers Joseph in der Wedemark haben in Bengt Pflughaupts Nachfolge Freunde übernommen. Regina Bühne aus Bissendorf organisiert den Aufenthalt und lädt am Freitagnachmittag um 15 Uhr inte-ressierte Läufer zu einem kleinen Freundschaftslauf mit Henry Wanyoike ein, Startpunkt ist die Mehrzweckhalle in Bissendorf. Dieser Lauf kommt allerdings nur zustande, wenn es genügend Anmeldungen gibt, daher bitte eine kurze e-mail unter info@regina-buehne.de. Der schnellste blinde Marathon-Läufer der Welt, der Kenianer Henry Wanyoike, verlor 1995 sein Augenlicht. Mit Hilfe der CBM baute er sich ein neues Leben auf und fördert in Kenia nun selbst blinde Menschen. Darüber hinaus engagiert er sich als CBM-Botschafter und macht mit seinen Läufen in aller Welt auf die Belange blinder und sehbehinderter Menschen aufmerksam.