Henstorf-Stiftung sponsert Jugendtreff

Die Vertreter der Henstorf-Stiftung waren am Donnerstagabend im Jugendtreff Bissendorf eingeladen: Pastor Volkmark Biesalski (l.), Fritz Schöning (r.), und Gabriele Lust-Uphues (3. v. r.). Die Jugendlichen und Torbjörn Johansen, Servet Pazarci und Mirco Schenk von der Gemeindejugendpflege erzählten von ihren Aktivitäten. Foto: A. Wiese

Seit 1996 fließt ein jährlicher Personalkostenzuschuss von 2.500 Euro nach Bissendorf

Bissendorf (awi). „Die Henstorf-Stiftung ist eine mildtätige und gemeinnützige Einrichtung zur Unterstützung der kulturellen Bestrebungen und der Förderung von Bildung und Betreuung der Jugend in Bissendorf“, heißt es in der Satzung. Eine der vielen Einrichtungen insbesondere in Bissendorf, die davon profitieren, ist seit vielen Jahren der Jugendtreff Bissendorf. Seit die Übernahme der Zinsen für den Bau des Jugendtreffs 1996 auslief, zahlt die Stiftung beispielsweise einen jährlichen Personalkostenzuschuss von 2.500 Euro an die Gemeinde, damit diese im Jugendtreff Bissendorf erweiterte Öffnungszeiten, zum Beispiel an den Wochenenden, gewährleisten kann. Dass der Jugendtreff Bissendorf jetzt mit dem neuen Mitarbeiter Servet Parzaci jemanden gefunden hat, der neben Robert Mionkowski und Mirco Schenk ein fester Ansprechpartner für die Jugendlichen ist, mit ihnen diskutiert, musiziert und kocht, freut die Vorstandsmitglieder der Henstorf-Stiftung ganz besonders. Und so nahmen Pastor Volkmark Biesalski, Fritz Schöning und Gabriele Lust-Uphues die Einladung der Kinder und Jugendlichen und ihrer Betreuer gerne an, sich mal wieder vor Ort umzuschauen und sich auch das Ergebnis der Kochkünste schmecken zu lassen. „Es gibt Spaghetti“, verkündete Servet Parzaci und war selbst gespannt, wie dieses beliebte jugendliche Standardgericht schmecken würde. Das Verschwinden bestimmter Altersgruppen aus dem Jugendtreff in Bissendorf habe ihnen Sorgen gemacht, berichtete Fritz Schöning. Alle, die über 13 Jahre alt wären, wanderten zur Jugendhalle in Mellendorf ab, die mehr Platz vor allem für sportliche Aktivitäten zu bieten habe. Daher begrüße es die Henstorf-Stiftung, dass mit Servet Parzaci eine neue Identifiktionsfigur gewonnen worden sei. Es gebe neue Angebote aus dem Bereich Theater, Musik und Kochen und der Jugendtreff sei an jedem zweiten und dritten Wochenende im Monat geöffnet. Gerade darauf lege die Henstorf-Stiftung gesteigerten Wert, betonte Schöning. Das sei außer in Bissendorf nur noch in Mellendorf der Fall. Alle anderen Jugendtreffs in den Dörfern blieben an den Wochenenden geschlossen. Pastor Volkmar Biesals-ki stellte heraus, dass die Grundversorgung der Jugendtreffs Sache der Politik sei. Die Henstorf-Stiftung sorge darüberhinaus für zusätzliche Öffnungszeiten. Vor Jahren habe es einmal viel Unruhe gegeben. Hier habe mit der freien Jugendarbeit, die sich doch von der vereinsgebundenen abhebe, viel erreicht werden können. Er beurteile den Bissendorfer Jugendtreff sehr positiv, sagte Mitarbeiter Servet Parzaci. Der Zulauf sei groß, die Zahl der Angebote habe ausgeweitet werden können. Dennoch könne der Jugendtreff Bissendorf nicht mit der sehr viel größeren Jugendhalle in Bissendorf verglichen werden. Die Lücke, die sich durch die fehlenden sportlichen Möglichkeiten auftue, werde in Bissendorf durch Kreativität ergänzt. Besonders das Kochen werde sehr gut angenommen. Und auch in den bevorstehenden Ferien ständen interessante Aktivitäten an. Die drei festen Mitarbeiter des Jugendtreffs Bissendorf hoffen, in Kürze durch einen weiteren Mitarbeiter unterstützt zu werden, da eine Stelle zurzeit unbesetzt sei.
Pastor Volkmar Biesalski nutzte die Gelegenheit, noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Hens-torf-Stiftung, die die anfallende Zinsen des Stiftungsvermögens nach bestimmten Kriterien verwenden darf, sich auch über jede Spende freut. „Spenden eröffnen uns zusätzliche und zum Teil andere Fördermöglichkeiten“, betonte Biesalski. So hätten gerade aktuell bei einem Todesfall Angehörige anstellen von Kranz- und Blumenspenden um eine Spende für die Henstorf-Stiftung gebeten. „So etwas bringt uns weiter“, freute sich Biesalski, denn die Stiftung tut auch über Bissendorfs Grenzen hinaus Gutes, unterstützt beispielsweise die Berthold-Otto-Schule in Mellendorf von Zeit zu Zeit. Dennoch ist das Zentrum des Wirkens der Heimatort des Gründers Heinrich Henstorf, nachdem in Bissendorf auch ein Kindergarten und eine Straße benannt sind. Die Stiftung fördert auch besondere Einzeltalente, die evangelische Jugend und den Sportverein Bissendorf, die Jugendfeuerwehr und musische Gruppen. Ohne die Stiftung wären viele Vorhaben für die Kinder und Jugendlichen in Bissendorf nicht finanzierbar, macht der Vorstand von Zeit zu Zeit immer wieder klar. Die Henstorf-Stiftung komme folglich ihrem Grundsatz in vollem Umfang nach.