Hilfe für Obdachlose läuft bis Montag

Thomas Schenk (rechts) von der katholischen Kirchengemeinde holte 90 Päckchen für die Obdachlosen im Mecki-Laden in Hannover aus der Realschule ab. Schulleiter Jens Szabo freute sich über die erfolgreiche Aktion. Foto: A. Wiese

Katholische Kirche und Realschule unterstützen wieder den Mecki-Laden

Mellendorf (awi). Hilfe für den Nächsten wird in der Wedemark ganz groß geschrieben: Hilfsaktionen für die Tafel, für Flüchtlinge, für Kinder in armen Ländern und auch für Obdachlose in Hannover. Die Landeshauptstadt ist nicht weit, die Zahl der Wohnungslosen wächst beständig und seit vielen Jahren sorgen die Päckchen, die die katholische Kirchengemeinde in den Mecki-Laden nach Hannover bringt, am Weihnachtsabend für ein bisschen Freude im Leben der rund 400 Menschen, die auf der Straße leben und am Heiligen Abend an der Feier teilnehmen.
Die Päckchen, die Thomas Schenk und seine Helfer wenige Tage vor Weihnachten beim Mecki-Laden anliefern, werden von Gemeindemitgliedern und seit vielen Jahren auch von Schülern der Realschule Wedemark gepackt. Zum zweiten Mal hat sich auch die Jugendfeuerwehr Hellendorf in großem Umfang beteiligt und 120 Päckchen gepackt. Aber das ist eine eigene Geschichte, die das ECHO in einer seiner nächsten Ausgaben erzählen wird. Am Montag sammlte Thomas Schenk erst einmal rund 90 Päckchen in der Realschule ein. Liebevoll verpackt, mit individuellen Grüßen und einer Aufschrift versehen, ob sie für einen Mann oder eine Frau gedacht sind, vielleicht sogar mit Hund. Beteiligt haben sich an der von Lehrerin Mona Roth organsierten Aktion Schüler und ihre Eltern aus allen Jahrgängen, freute sich Schulleiter Jens Szabo. Und natürlich halfen die Schüler Thomas Schenk auch beim Einladen der Pakete. Noch ist die Zahl der benötigten Päckchen nicht ganz erreicht, aber bis Montagmittag können noch Pakete in der katholischen Kirchengemeinde am Karpatenweg in Mellendorf abgegeben werden. Seit letztem Jahr (das ECHO berichtete) bekommt der Mecki-Laden Geschenkpakete für die Obdachlosen in der Landeshauptstadt nur noch aus der Wedemark. Weitere frühere Unterstützer haben sich anderen Hilfsprojekten zugewandt. Viel Energie fließe mittlerweile auch in die Flüchtlingshilfe. Damit auch alle der erwarteten rund 400 Obdachlosen am Weihnachtsabend ein Päckchen mit Lebensmitteln und anderen nützlichen Dingen zum Leben auf der Straße bekommen können, würde sich die katholische Kirchengemeinde auch in diesem Jahr über Pakete von Wedemärkern freuen, die anderen in der Weihnachtszeit etwas Gutes tun wollen. Bedarf besteht vor allem an Artikeln wie Einmalrasierern, Rasierschaum, Hygieneartikeln wie Zahnbürsten und Zahncreme, Duschgel, Hautcreme und Papiertaschentüchern, an warmen Sock-en, Schals und Handschuhe, Mützen und warmen Pullovern,
Taschenlampen mit Batterien,
Vitamintabletten, Dosenwurst, haltbarer Nahrung, Halbliter-Wasserflaschen und Stofftaschen. „Bitte von allen Artikeln immer nur kleine Mengen einpacken und nichts Schweres, da die Obdachlosen alles mit sich tragen müssen“, bittet Schenk zu bedenken. Schön wäre es, wenn die Gaben festlich verpackt sind! Der Kontaktladen Mecki ist eine Anlauf- und Vermittlungsstelle für Personen in besonderen sozialen Schwierigkeiten. Er erhielt seinen Namen nach einem wohnungslosen Bürger, der in Hannover auf der Straße lebte und starb. Bei den Besuchern handelt es sich um allein stehende Frauen und Männer, die ohne eigene Wohnung oder Unterkunft sind und in bitterer Armut leben. Sie nutzen den Laden als Treffpunkt, Ruhezone und Schutzraum.