Historische Löschübung begeistert die Zuschauer

Mit einer historischen Handdruckspritze eilten die Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Brandbekämpfung auf den Hof Kehrbach. Foto:F.Krebs

Die Feuerwehren der Samtgemeinde waren mit fünf historischen Handdruckspritzen im Einsatz

Schwarmstedt (fk). Eine ganz besondere Löschübung präsentierten die Einsatzkräfte der Samtgemeindefeuerwehren am Samstag auf dem Hof Kehrbach in Schwarmstedt. Gemeinsam mit den Darstellern der Provinzbühne stellten die rund 85 Kameradinnen und Kameraden historische Löschtechniken vor, sodass sich die Besucher ein Bild davon machen konnten wie es bei den damaligen Bränden wohl zugegangen ist und mit welchen Löschgeräten man den Flammen entgegentrat. Mithilfe der historischen Handdruckspritzen, unter anderem aus Bothmer, Schwarmstedt und Rethem, sowie jeder Menge Muskelkraft traten die Einsatzkräfte der Feuersbrunst entgegen.
Zur damaligen Zeit war man bei einem Brand auf die Hilfe der Nachbarschaft angewiesen, um bis zum Eintreffen der Feuerwehr zu verhindern, dass die Flammen sich auf nah gelegende Hofstellen ausbreiteten. „Am 12. Februar 1800 entfachte ein starkes Feuer in Schwarmstedt, bei dem elf Höfe innerhalb einer Stunde in Schutt und Asche lagen“, berichtete Moderator Rainer Grenzdörfer aus der Feuerwehr Schwarmstedt. Um eine Ausbreitung der Feuersbrunst zu verhindern, rissen die Dorfbewohner (Schauspieler der Provinzbühne) ihre Nachbarschaft mit lauten Hilfeschreien aus dem Schlaf. Die zahlreichen Zuschauer wurden sogleich integriert, sodass „groß und klein“ eifrig bei der Brandbekämpfung helfen konnten. Mit dem lauten Alarm des Meldehorns nahte schließlich die Feuerwehr mit den historischen Handdruckspritzen herbei und dann hieß es „Wasser marsch“.
„Wir haben an diesem Tag rund 8.000 Liter Wasser eingesetzt“, berichtete der Schwarmstedter Ortsbrandmeister Wilfried von Bostel. „Um einen Brand besser darstellen zu können haben wir Rauchpatronen und Nebelmaschinen eingesetzt“, erklärte der Ortsbrandmeister den simulierten Brand.
Um einen Vergleich zur damaligen Löschtechnik zu präsentieren rollte schließlich das 37 Jahre alte und mit einem 5000-Liter-Tank ausgestattete Löschfahrzeug an.
Nachdem Dorfbewohner, Feuerwehr und die engagierten Besucherinnen und Besucher das „Feuer“ erfolgreich bekämpft hatten, wurde sich mit leckerem Essen und Getränken gestärkt. „Es war auf jeden Fall eine gelungene Aktion, es passte eigentlich alles“, freute sich Wilfried von Bostel über die allgemeine Begeisterung der Zuschauer.