Hohe Auszeichnung für Gymnasiastin

Sind stolz auf Samreen Shaikh (Mitte): Schulleiterin Swantje Klapper (von links), Englischlehrer Michael Sassenberg, Seminarfachlehrerin Anette Bertram und Hans-Joachim Rödiger von der Vereinigung für politische Bildung, ehemaliger Lehrer am Gymnasium Mellendorf. Foto: A. Wiese

Seminarfacharbeit von Samreen Shaikh über „Flüchtlingspolitik in der Wedemark“

Mellendorf (awi). „Flüchtlingspolitik in der Gemeinde Wedemark“ – das war das Thema von Samreen Shaikhs Facharbeit, die sie im Rahmen des Seminarfaches im vergangenen Schuljahr auf Englisch geschrieben hatte. Im Rahmen dieser Arbeit hat die Schülerin des Gymnasiums Mellendorf Interviews mit Flüchtlingen – einem libanesischen Jungen und einem syrischen Mädchen – geführt, die in der Wedemark leben.
Die Jury der Deutschen Vereinigung für politische Bildung hat Samreen Shaikh deshalb am vergangenen Donnerstag durch die Kultusministerin Frauke Heiligenstadt beim 23. Politiklehrertag eine Urkunde und einen Büchergutschein überreicht. Ihre betreuenden Lehrer Michael Sassenberg und Anette Bertram gratulierten ihr am Montag ganz herzlich. Anwesend war auch Hans-Joachim Rödiger, selbst ehemaliger Politiklehrer am Gymnasium Mellendorf, der in der Auswahlkommission mitwirkte. Samreens Facharbeit zeige eine besonderes Engagement der Schülerin bei der selbstständigen Erarbeitung von Orientierungswissen über die Siutuation von Flüchtlingen in ihrem sozialen Umfeld, betonte Rödiger. Sie habe sich dabei in lobenswerter Weise Kenntnisse über die rechtlichen und politischen Grundlagen der deutschen Flüchtlingspolitik und den Stand des Asylrechts erarbeitet. Besonderes Interesse widmete die Schülerin außerdem den Ursachen der Flucht von Menschen aus Syrien und dem Libanon. Rödiger hob die Handlunskompetenz hervor, die Samreen in den Interviews mit Flüchtlingen und Entscheidungsträgern der Gemeinde gezeigt habe. Die Arbeit erhalte dadurch eine persönliche Note, den Flüchtlingen werde eine Stimme gegeben. Auch die Probleme der Gemeinde Wedemark bei der Unterbringung von Flüchtlingen würden in Samreens Ausarbeitung deutlich. Die abschließende Stellungnahme zum Umgang mit Flüchtlingen zeigt nach Ansicht der Jury außer persönlichem Engagement und Einfühlungsvermögen in die Situation der Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, auch einen hohen Grad an politischer Reflexion und Urteilsvermögen. Ihr Ziel, mit dieser Arbeit zu einer Verbesserung der Interaktion zwischen Flüchtlingen und den Bürgern der Gemeinde beizutragen, sei Samreen in anerkennenswerter Weise gelungen.