Hollywood in Resse im Frischmarkt Pagel

Das Kamerateam um Produzentin Susi Duhme bei den Aufnahmen im Frischmarkt Pagel.

Kunden staunten gestern über Filmteam und Kameras beim Einkaufen

Resse (awi). Da blickte so mancher Kunde gestern vormittag im Frischmarkt Pagel in Resse irritiert: Ein Mann in Schwarz mit Pomade im Haar bewegte sich auffällig unauffällig durch die Gänge, schlich ganz offensichtlich hinter einer Blondine her, die eine Ware nach der anderen in ihren Einkaufswagen packte und riss zu guter Letzt noch den Turm mit den Maisdosen von Bonduelle um. Der Resser Supermarkt war am Dienstag Kulisse für Dreharbeiten für den Film „No future war gestern“. Schauspieler Niels Brunkhorst, bekannt von Rollen in einem Tatort und Ein Fall für zwei, aus der ARD-Telenovela Sturm der Liebe und dem gerade aktuell in den Kinos anlaufenden Actionfilm „Hitman – Agent 47“ spielt in „No future war gestern“, der im März 2016 in die Kinos kommen soll, einen Bodyguard, der die Geliebte eines Bauunternehmers observieren soll, die verdächtigt wird, heiße Informationen an die Presse weiterzugeben. Er beschattet die Dame (Lynn Laura Peters aus Laatzen) beim Einkaufen, stellt sich dabei aber reichlich dumm an. Für den Filmdreh hatten die Produzenten Andreas Barthel und Susi Duhme von der Firma Independent Entertainment aus Hannover, die mit „No future war gestern“ an ihrem dritten Kinofilm arbeiten, nach einem Supermarkt ohne auffälliges Firmenbranding gesucht. Da hatte Barthel den Tipp bekommen, dass der frischmarkt Pagel ein komplett autarker Markt ohne auffällige Eigenwerbung sei. Thorsten Pagel begegnete der Anfrage offen, stellte seinen Markt ohne Gegenleistung für die Dreharbeiten zur Verfügung und freute sich ebenso wie seine Kunden über die Abwechslung. Schauspieler Niels Brunkhorst aus Berlin hatte von Resse noch nie zuvor gehört, kannte aber die Wedemark, da er im nicht weit entfernten Dudensen in Neustadt schon mal ein Musikalbum aufgenommen habe. „Es ist sehr idyllisch hier“, schmunzelte der Schauspieler. Es erinnere ihn an zu Hause, denn er sei in der Pfalz auf dem Land aufgewachsen. In dem aktuellen Film habe er eine „coole Nebenrolle“. Es gefalle ihm, einmal nicht den Liebhaber spielen zu müssen, sondern in diesem Fall den etwas dusseligen Bösewicht. Zwei Stunden hielt sich das Filmteam in Resse auf, rund eine Minute lang wird die Szene im Film sein.