Hoppenstedts Antrittsbesuch bei Zychlinski

Angeregte Diskussion zwischen Bürgermeister Helge Zychlinski (l.) und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hendrik Hoppenstedt. Foto: A.Wiese

Suedlink, Y-Trasse, Flüchtlingsarbeit, Haushalt und vhs waren Themen

Wedemark (awi). Bereits einmal hatten Bürgermeister Helge Zychlinski und der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis, Dr. Hendrik Hoppenstedt, den Termin verschoben, um sich über die Themen auszutauschen, die Bundes- und Kommunalpolitik verbinden: Suedlink, Y-Trasse, Flüchtlingsaufnahme, Haushalt, Volkshochschule und allgemeine Zusammenarbeit. Kürzlich holten sie das Gespräch jedoch nach. Zum Thema Flüchtlinge bestätigte Hoppenstedt Zychlinski, er sei beeindruckt, wie weltoffen und tolerant die Bürger in der Wedemark seien und wieviele ehrenamtliche Initiativen es hier gebe. Immerhin prallten hier Kulturen aufeinander. Die Gemeinde Wedemark sei vorbildlich aufgestellt. „Als Bund müssen wir gucken, dass wir die Gemeinden nicht alleine lassen“, so Hoppenstedt. Gerade sei beschlossen worden, weitere 500 Millionen Euro für die Unterstützung der Kommunen zur Verfügung zu stellen, „um der Arbeit vor Ort Rechnung zu tragen“. „Das Geld brauchen wir auch“, bestätigte ihm seinerseits Bürgermeister Helge Zychlinski. Das Thema Suedlink verfolge er seit Aufkommen der ersten Trassenvariante genau, so Hoppensedt. Von der Alternative 091, die diagonal durch die Wedemark führen solle, sei er sehr überrascht gewesen. „Diese Variante ist nicht zu ertragen“, bestätigte Hoppenstedt die Position des Bürgermeisters und der Ratsfraktionen. Dass die Energiewende auch auf eine Nord-Süd-Verbindung für den Stromtransport angewiesen sei, sei unstrittig, aber die Alternative 091 sei indiskutabel. Gegen die Führung der Trasse östlich der Autobahn 7 könne man hingegen nicht allzuviel sagen, so Hoppenstedts Einschätzung. Er sei ein Gegner davon, sich hinzustellen und nur zu rufen „nicht in meinem Wahlkreis“, aber es müssten verträgliche Lösungen sein und das Verfahren müsse transparent sein. „Die 091 tangiert alles, was wir an Hochwertigem haben in unserer Gemeinde“, bestätigte Zychlinski. Beide versprachen sich, in diesem Punkt eng miteinander im Kontakt zu bleiben. Die Y-Trasse werde in ihrer ursprünglich geplanten Form hoffentlich nicht gebaut. Hoppenstedt wartet in diesem Punkt gespannt auf die Beurteilung der Bahn im Frühjahr. Bezüglich der Trennung vom vhs-Zweckverband berichtete Zychlinski, dass das Auseinandersetzungsverfahren eingeleitet worden sei und jetzt die Wirtschaftsprüfer am Zug seien.