Hortkinder schnuppern Atelierluft

Malbildhauer Ulrich Saloga mit Hortleiterin Manuela Koschate-Bolle aus Resse und den jungen Künstlerinnen in seinem Atelier. Fotos: A. Wiese

Malbildhauer Ulrich Saloga möchte sein Wissen gerne weitervermitteln

Mellendorf/Resse (awi). Atelierluft geschnuppert haben am Sonnabendvormittag sechs junge Künstlerinnen im Atelier des Malbildhauer Ulrich Saloga auf dem Kreativhof an der Industriestraße in Mellendorf. Die Schulkinder der vierten Klasse aus Resse und dem Hort wollten ebenso wie ihre Leiterin Manuela Koschate-Bolle und einigen Elternteilen mal einen „richtigen“ Künstler kennenlernen. Und so wurde Ulrich Saloga mit Fragen bombardiert, jedes der Kinder malte ein größeres Bild, es gab ein Picknick auf dem Hof und danach durften die Nachwuchskünstlerinnen noch einen Kleiderbügel bemalen. Das machte natürlich besonders großen Spaß. Begeistert wurde mit Acrylfarben experimentiert und Ulrich Saloga staunte über die Geschicklichkeit und Kreativität seiner jungen Schülerinnen. Der Hort plant im Juni eine kleine Kunstausstellung mit den Werken der Kinder, denn die sind schon seit Wochen künstlerisch tätig. Der Erlös soll in die Hortgestaltung in Resse einfließen und den Kindern zugute kommen. Im Hort entstehen für diese Ausstellung skurrile Skulpturen und andere kreative Sachen. Ulrich Saloga hat sein Kommen zu der Vernissage, für die der Termin noch nicht feststeht, bereits fest zugesagt. „Mir macht es großen Spaß, etwas weiterzugeben und zu vermitteln“, erklärte der Malbildhauer, der selbst Autodidakt ist. Er ist sicher: „Es ist wichtig, dass Kinder früh die Chance haben kreativ zu sein und ihre Begabungen zu entdecken. Sie müssen ja später nicht unbedingt Maler werden, aber vielleicht möchten sie ja einen kreativen Beruf ergreifen. Dann müssen sie früh die Möglichkeit haben, zu experimentieren.“ Wie wichtig Kunst sei, sei schon daran zu erkennen, dass sie in der Therapie eingesetzt wird. Saloga freute sich, dass seine jungen Gäste die Möglichkeit, sich auszuprobieren, so begeistert annahmen und sowohl mit den Bügeln, als auch mit den Galeriekeilrahmen und der Leinwand und den Acrylfarben so unbefangen hantierten. „Man muss sie einfach machen lassen. Jeder beflügelt sich aus sich selbst heraus. Es ist so spannend zu beobachten, was da unter den eigenen Händen entsteht“, schwärmte der Künstler, der selbst vielfältige Techniken und Materialien verwendet. Lara Hoppe, Nina und Imke Garz, Anni Skiba, Laetitia Brückner und Charlotte Gerner gefiel es jedenfalls sehr gut im Atelier auf dem Kreativhof und eigentlich wollte noch keine von ihnen nach Hause, als mittags die Eltern vor der Tür standen. Jeden ersten Sonnabend im Monat ist übrigens nicht nur das Atelier von Ulrich Saloga, sondern auch das von Holzbildhauerin Maren Panke und die Möbelmanufaktur für Interessierte geöffnet, das nächste Mal am 3. Mai.